Archive für Juni 2007

Argumente

Der Umgang mit anderen Menschen bringt häufig mit sich, dass man anderer Meinung ist. Es soll sogar vorkommen, dass man eine andere Meinung vertritt, als die Frau, die man liebt - in aller Regel nur so lange, bis sie einen auf die Folgen dieses Ketzertums hinweist und man doch die Nacht auf dem Balkon verbringen könnte, damit die Gedanken geläutert werden.

Trotzdem sollte man sich vergegenwärtigen, dass eine Ansicht, so sie denn gelten soll, auch bestimmten Regeln folgen muss. “…weil du sonst auf dem Balkon schläfst!” ist keine zulässige Form der Begründung einer Behauptung. Beginnen wir mal mit dem, was die Ansicht darstellt - grundlegend einen Satz mit einem Wahrheitswert. Der kann wahr oder falsch sein - oder auch mal unentscheidbar. Im Falle einer Frau kann er wahr oder “du gehst nie auf mich ein” sein.

Ein Satz mit einem Wahrheitswert sollte nun, wenn er auch andere genügend ansprechen soll, ihn zu glauben, einige Gründe vorweisen. “Ich fühle, dass er wahr ist.” ist kein Grund. Rationale Gründe wiederum haben das Problem, dass sie ihrerseits begründet sein müssen - solange, bis man auf Gründe stösst, die von beiden Seiten akzeptiert werden. Ich weise darauf hin, dass auch wenn alle Gründe akzeptiert werden und die Ansicht daraus folgt, man als Mann immernoch falsch liegen kann, weil man herzlos ist.

Mein Ratschlag ist also: In einer Diskussion mit Männern immer schön darauf achten, ob das was der andere behauptet auch begründet werden kann. In einer Diskussion mit Frauen….nun, also…..

 

….falls jemand dafür eine brauchbaren Ratschlag findet, wird es die Männerwelt ewig danken.

Kartoffelbauer

Es gibt da ein Unternehmen. Es handelt sich dabei um einen Gemischtwarenmarkt, der das aberwitzige versucht und mit dem Prinzip der sozialen Planwirtschaft arbeitet. So stellt dieses Unternehmen Leute ein, die erstmal ein Kostenfaktor und kein Nutzenfaktor sind. Das Unternehmen fördert die schwächsten Mitarbeiter und die soziale Komponente geht so weit, dass alle Mitarbeiter auch auf einen Teil ihres Lohnes verzichten, um einem sozial schwachen Mitglied zu helfen. Ferner betrachtet es auch den schwächsten Mitarbeiter als mitspracheberechtigt bei der Gestaltung der Zukunft des Unternehmens – gleich, welche Kompetenz er mitbringt,

 

Vor nicht allzu langer Zeit hat sich bei diesem Unternehmen ein Landwirt beworben. Man könnte sich fragen: Ein Landwirt? In einem Gemischtwarenladen? Merkwürdig.

Da das Unternehmen aber sozial war, befand es, dass es trotz der Tatsache, dass es bereits drei Landwirte durchfütterte, den Mann nicht abweisen konnte. Der Landwirt hatte kaum Vermögen und auch eine schwere Vergangenheit und so entschloss man sich, ihn mit dem warmen Mantel des Unternehmens zu umfangen.

 

Von Beginn an nun wurde der Landwirt als ebenbürtiges Mitglied betrachtet. Man förderte ihn und baute darauf, dass er nach all den Hilfen eines Tages dem Unternehmen etwas zurückgeben konnte, damit man sich als Gemeinschaft weiter entwickeln konnte.

 

Vor kurzem gab es den alljährlichen Runden Tisch im Unternehmen, in dem über die Zukunft gesprochen wurde. So wurde überlegt, ob nicht jeder entsprechend seines Anteils am Ergebnis des Unternehmens Stimmanteile am Runden Tisch erhalten sollte. Dies behagte dem Neuling nicht sonderlich – immerhin war er ja noch nicht so weit, produktiv am Unternehmensgewinn mitwirken zu können. Er sei doch erstens viel mehr engagiert, da er noch neu ist und er hätte ja auch die höchsten Steigerungsraten – was auch kein Wunder ist, wenn man bei Null anfängt – und er wäre ja auch nur in dieser Lage, weil das Unternehmen ja durch seine Aktivitäten in der Vergangenheit die Landwirtschaft in die Situation gebracht hat, dass er keine Arbeit dort gefunden hat und damit verpflichtet, ihn besonders zu bedenken und eine Sperrminorität einzurichten. Nur so kann gewährleistet sein, dass er seinen neuen Wohlstand, den er zwar dem Unternehmen verdanke, ihm aber deshalb noch lange nichts schulde, bewahren.

 

Der Runde Tisch gab schließlich auf und gab des lieben Friedens willen den Wünschen des Neulings statt. Das verärgerte zwar alle anderen Mitarbeiter und verdarb das Betriebsklima, aber der Neuling war zufrieden mit sich – wobei er ja auch noch mehr hätte fordern können.

 

Die Lehre ist: No good deed goes unpunished.
 

 

Ach, der Name des Unternehmens ist “EU” und der Name des neuen Mitarbeiters – wenn man ihn so nennen mag – ist “Polen”.

Das Beschäftigen mit der Gedankenwelt Ayn Rands in der jüngsten Vergangenheit brachte mir zwei Ansichten:

Erstens möchte ich in Anlehnung an Alice Schwarzer feststellen

Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.”


Eine Frau, die fordert, dass

“Let no man posture as an advocate of peace if he proposes or supports any social system that initiates the use of force against individual men, in any form.”

 und die gleichzeitig im Rahmen des Ford Hall Forum erklärt, dass


“If we go to war with Russia, I hope the “innocent” are destroyed along with the guilty.”

ist eventuell nicht repräsentativ für die Masse der Frauen, aber im Hinblick auf die Strukturbildungen von Gesellschaften wäre sie sicher eine der führenden und meinungsbildenden Personen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass unter einem Matriarchat sich das Konzept der Ritterlichkeit oder auch das Völkerrecht nicht hätte entwickeln können. Irgendwie habe ich, beim lesen von Ayn Rands Ansichten das Bild von 2000 Jahren bitch-slapping im Kopf und weniger das klassische “Frauen-gegen-Gewalt”-Motiv, welches Aristophanes in seiner Lysistrata gemalt hat.

 

Zweitens frage ich mich, ob Frauen in politischer Hinsicht nicht die besseren Männer sind – zumindest die besseren Männer der Art, wie sie sie als Feindbild immer malen. Besser nicht darüber nachdenken und hoffen, dass das schlimmste was uns passieren kann Angela Merkel bleibt.   

 

 

 

Der Anfang…

….ist ja bekanntlich immer der schwerste Schritt. Irgendwie. Aber so ganz ohne Schreiben geht es doch irgendwie nach 3 Monaten Hardcore-Tippen nicht mehr. Also nimmt man sich einen Blogg und spammt das Internet voll bereichert das Internet mit den Gedanken, die man sonst seinem Friseur mitgeteilt hätte.

Ab morgen also ein Gedanke, wie er vom Amt kommt - schlecht begründet, einer kruden Logik folgend und vor allem: staubtrocken-konservativ.

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