Das Beschäftigen mit der Gedankenwelt Ayn Rands in der jüngsten Vergangenheit brachte mir zwei Ansichten:
Erstens möchte ich in Anlehnung an Alice Schwarzer feststellen
“Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.”
Eine Frau, die fordert, dass
“Let no man posture as an advocate of peace if he proposes or supports any social system that initiates the use of force against individual men, in any form.”
und die gleichzeitig im Rahmen des Ford Hall Forum erklärt, dass
“If we go to war with Russia, I hope the “innocent” are destroyed along with the guilty.”
ist eventuell nicht repräsentativ für die Masse der Frauen, aber im Hinblick auf die Strukturbildungen von Gesellschaften wäre sie sicher eine der führenden und meinungsbildenden Personen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass unter einem Matriarchat sich das Konzept der Ritterlichkeit oder auch das Völkerrecht nicht hätte entwickeln können. Irgendwie habe ich, beim lesen von Ayn Rands Ansichten das Bild von 2000 Jahren bitch-slapping im Kopf und weniger das klassische “Frauen-gegen-Gewalt”-Motiv, welches Aristophanes in seiner Lysistrata gemalt hat.
Zweitens frage ich mich, ob Frauen in politischer Hinsicht nicht die besseren Männer sind – zumindest die besseren Männer der Art, wie sie sie als Feindbild immer malen. Besser nicht darüber nachdenken und hoffen, dass das schlimmste was uns passieren kann Angela Merkel bleibt.
24.6.2007 bei 13:11
Lieber Herr Kapunkt,
Sie haben sich doch nicht tatsächlich der Illusion hingegeben, ich könnte diesen Text lesen, ohne postwendend auf den Kommentar-Knopf zu klicken?
Mit der Aussage „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass unter einem Matriarchat sich das Konzept der Ritterlichkeit oder auch das Völkerrecht nicht hätte entwickeln können.“ bekommt mein Podest die ersten Risse, das Matriarchat in meiner Wohnung scheint gefährdet und am Ende könnte es doch ich sein, die den Mist runtertragen und zitternde Speisereste vom Abflussgitter deportieren muss. Nein… ganz unmöglich und grausam ist die Vorstellung!
Wenn Sie sich leisten von einer Frau Ayn Rands auf die Gesamtheit der xx-Trägerinnen zu schließen, dann darf ich mir herausnehmen, mein Kontra in die Steinzeit zu versetzen, wo das männliche Individuum sich erst einzelgängerisch, später dann im Rudel auf Beutetiere gestürzt hat und das Weibchen sich um die Verteidigung und Hege des „Nestes“ gemacht hat. Spätestens seit wir „Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken (sic!) können“ gelesen haben, ist uns ja auch bekannt, dass das der Grund ist, warum Frau im Kühlschrank die Butter auf den ersten Blick sieht, während Mann seinen Tunnelblick erst einmal auf die unscheinbare und unbewegliche Beute fixieren muss. Keine leichte Aufgabe sozusagen. Aber worauf ich hinauswill – Weibchen blieb es überlassen, während der Beutezüge den Nachwuchs zu beschützen und damit sicherzustellen, dass der Homo-Sapiens-Genpool einmal den von Mammut und Neandertal übertrumpfen würde. Für mich stellt das das erste gelebte Konzept von Ritterlichkeit dar… und wenn du versuchst mir zu widersprechen… nimm mal einer Löwin ihr Junges aus Klauen. Pah! Frauen-gegen-Gewalt-Prinzip trägt Schürze, Hochsteckfrisur und Spitzenstoffschirm.
24.6.2007 bei 13:16
Die Ansicht, die Frau hätte die Höhle verteidigt, ist schon mehr als strittig. Es gibt eine Forschungsmeinung, nach der die Alten und Kranken in der Höhle für die Aufzucht und das Essen verantwortlich waren - die Spitzenkochkunst im festen Griff der Männer liese sich sonst auch kaum erklären - und die Frauen waren mit den Mönnern auf Jagd - woraus sich der Jagdtrieb beim einkaufen erklärt.
Ich stell mir das so vor:
M: Ein Mammut - los Männer drauf!
F: Aber da drüber gibt es so tolle Löwen - die geben einen tollen Pelz.
M: Löwen sind schlecht als Nahrungsquelle.
F: Immer du mit deiner Nahrung - denk doch mal an mich.
M: Wir erlegen den Löwen nachher….
F: Jetzt will ich auch nicht mehr..
(Stunden später - der Mammut lebt)
F: Ich hab Hunger.
24.6.2007 bei 13:33
M: Aaaaah - was sinkt da zu Boden?
F: Ein Ahornblatt.
M: Ein Fehde-Lederstück! Ich wusste es, du möchtest lieber die Gene von dem da für die Nachwelt erhalten und ich… ich werde in Vergessenheit geraten!
F: Ein A-horn-blatt.
M: Dem werd ichs zeigen. Den Löwen da hinten hast du gemeint? Ich werde ihn töten, zerhackstücken, rupfen, häuten, seine rohe Leber essen…
(kurze Pause)
M: Ok… ich werde ihn töten… und du übernimmst das mit dem zerhackstücken. Mir wird immer so schummrig, wenn ich Blut sehe. Aber Hauptsache erstmal töööööten.
F: Mach mal… ich befestige in der Zwischenzeit meinen neu errichteten Palisadenzaun um unsere Höhle. (Ihre Stimme wird leiser mit wachsender Entfernung) Wusstest du, dass man die Holzspitzen härten kann, wenn man sie nah ans Feuer legt? Und ausgekochte Weidenäste zum Verschnüren… dabei ist mir aufgefallen, wenn du die Rinde kaust, verschwinden die Schmerzen des harten Tagewerks. Ich denke, ich nenne meine Erfindung ASS.
25.6.2007 bei 10:27
Das letztere ist keine Erfindung, sondern eine Entdeckung.
F: Plock.
M: Ich geh dann schlafen - du hast Recht und ich meine Ruhe.
25.6.2007 bei 11:25
F: Und ich das letzte Wort. Mein Weltbild hängt endlich wieder gerade.