Erfolg kommunizieren.

Der Herr der Deutschen Bank hat es - wieder einmal - geschafft. Seine Zahlen sind schöner, als die aller anderen Kinder auf dem Finanzspielplatz. Spielplatz sei hier - gerade im Hinblick auf die Spieltheorie mal sehr deutlich unterstrichen. Ich bin ja kein Experte - also im Hinblick auf die Wirtschaft - so wie all die Friseure, Taxifahrer und 2nd-row-politicians dieser Welt.

Im Gegensatz zu vielen Menschen, die der Wähler im Allgemeinen als Leuchtturm der Windrichtung in die es sich zu neigen gilt, hinnimmt, gönne ihm dies. Ich gönne der Deutschen Bank den Erfolg in einer Zeit, in der es kaum noch sichere Ankerplätze im Wirtschaftsleben gibt, einen solchen zu verkörpern. Die Kritik an der Nachricht kam denn auch prompt: Falsches Signal - alles ist immernoch total schlimm - die Deutsche Bank meint, nun weitermachen zu können, wo wir doch alles ganz anders machen müssen.

Ich frage mich wirklich, warum nicht annerkannt wird, dass man auf dem Spielplatz auch Glück - das ja bekanntlich immer mit den stärkeren Bataillonen ist - haben kann. Das man diese Bankhaus auch mal als positives Signal für die Marktwirtschaft nehmen kann. Warum analysiert man nicht, was die Deutsche Bank richtig gemacht hat, was bei so vielen anderen nicht geklappt hat.

Eventuell vor allem deshalb, weil die Darstellung seitens Herrn Ackermanns nicht so ganz glücklich gewesen ist. Eventuell ist es ja nicht so förderlich für das Ansehen, wenn er ankündigt die Mentalität der Wölfe so demonstrativ hervorzustellen. Sicher mag er Recht haben in der Ansicht, dass es nun gilt, die kranken Mitglieder der Herde zum Wohle aller dem Lauf der Dinge zu überlassen, anstatt sie mit dem knappen Futter am Leben zu halten - was am Ende niemandem nützt. Aber wie gesagt - so etwas kann man auch politisch clever anbringen. Understatement. Das wäre sicher ein guter Schlüssel gewesen - dann hätten langfristig nicht nur die Zahlen, sondern auch das Image gestimmt.

der_mike

Antwort schreiben