Datum

Da habe ich mich mal zu der Aussage hinreissen lassen, dass es fünf historische Daten gibt, die sicher jeder kennt. Jeder ist hier etwas vage gefasst - ich beziehe das mal auf mein Umfeld. Mir kamen dabei solche Daten wie “Zweiter Weltkrieg”, “Schlacht bei Cannae”, “Gründung der Bundesrepublik” oder ähnliches in den Sinn.

Erschreckenderweise wissen die meisten nicht einmal, was Cannae ist, meine Mutter legt den Zweiten Weltkrieg auf “irgendwann zwischen 1914 und 1950″ - was historisch durchaus diskutabel ist - und selbst die Studenten der Geschichte an der Universität der Bundeswehr - meine damaligen Mitstudenten - konnten das faktische Gegenteil beweisen. Ich frage mich, ob so etwas zur Allgemeinbildung - oder zu einer guten Allgemeinbildung - zählt. Kann es sein, dass es bei der Geschichte mehr um “Freakwissen” geht oder ob es so etwas wie Allgemeinbildung nicht mehr gibt, weil im Zeitalter der Spezialisten viel mehr Spzeialistenwissen gefragt ist.

Ich finde den Zustand bedauerlich, dass man keine klugen Köpfe mehr braucht, sondern Wissenstechniker.

4 Antworten auf “Datum”

  1. Vanexia sagt:

    Bei mir ist das so ne Sache: Ich kann von der Erfindung des Buchdrucks an bin hin zum ersten Weltkrieg so ziemlich alle Fakten ohne zögern erklären, in chronologischer Reihenfolge. Aber Jahreszahlen? Auf fünf werde ich es wohl bringen. Moment!:1492, 1789, 1806, 1989, 1991

    :)

    Ich glaube ja dass meine unfähigkeit mir jahreszahlen zu merken daher rührt, dass ich mit zahlen generell schlecht bin

  2. der_mike sagt:

    Bei der Sache ging es auch eher um die Zäsuren - und damit um so eine grobe Vorstellung der Menschheitsgeschichte.

    Naja, zugegebenermaßen hab ich auch so meine Probleme mit den Zahlen in Gänze - aber es gibt ja für die Praxis Excel…uh, jetzt komm ich wohl in die Vorhölle, weil ich das Programm mag.

  3. Vanexia sagt:

    Nee wer es mag, bitte. Ich frage mich nur wer sich soetwas ausgedacht hat. Ich kam immer noch am besten mit Stift und Papier zurecht, aber bitte. Die Excel Version von Open Office finde ich persönlich übrigens angenehmer in der Anwendung. Aber jedem das seine.

  4. der_mike sagt:

    Ich komm am Besten “im Kopf” mit Zahlen zurecht - aber für die Verwaltung größerer Daten ist das nunmal irgendwie notwendig. Da ich ein Gewohnheitstier bin….naja, Officeopfer eben.

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