Archive für August 2009
Psyience
15.8.2009 von der_mike.
Es gibt ja Leute, die studieren Psychologie. Die Psychologie soll, wenn man dem Hive glauben schenkt, “…das Erleben und Verhalten des Menschen…” beschreiben und erklären. Irgendwie glaube ich den ersten Teil unbesehen. Ok, nicht unbesehen. Im Rahmen meiner doch recht langen Zeit des studierens habe ich mich zwischen zwei richtigen Vorlesungen in die Einführungsvorlesung der Psychologen gesetzt und dem gelauscht, was Psychologen mal gehört haben sollten…..ok, 90% waren Frauen und im ersten Semester sehen die auch noch so aus…..
…was ich aus dieser Vorlesung und einigen anderen Zusammentreffen mit Psychologiestudenten mitgenommen habe ist, dass die Psychologie einem empirischen Anteil hat - wenn A, dann ist es wahrscheinlich, dass B - und dass sie eine deskriptive Wissenschaft ist. Alles andere, was mit Psychologie zu tun hat, kommt mir vertraut vor….aus dem klerikalen Umfeld.
Ich habe weniger Bedenken, Theologie eine Wissenschaft zu nennen, als Psychologie. Irgendwie scheint mir Psychologie in etwa so wissenschaftlich wie Bauernregeln - allerdings ist Psychologie etwas unterhaltsamer….
Geschrieben in Allgemein | 3 Kommentare »
Tauschen
11.8.2009 von der_mike.
Gestern waren Frau Mike und ich im Kino - ja, es war Public Enemies und wir sind da beide wegen dem Depp rein. Da muss man sich nicht für schämen, der Typ ist einfach schön und kann was. Der Film, so ganz nebenbei, war völlig anders als erwartet und grandios in Szene gesetzt. Ungewöhnlich aber gut.
Nun aber zum eigentlichen Thema: Wir haben auf dem Weg zum Kino - das Artis International in Wien, sehr empfehlenswert - ein Pärchen gesehen. Sie mögen so zwischen 13 und 14 gewesen sein. Sie Lady Gaga Style mit Kate Moss Figur und er der Typ Shia LaBeouf in Blond. Die Frage, die sich mir stellte, als ich den Umgang der beiden miteinander sah war, ob die es heute besser haben. Sicher, das erste Händchen halten ist immernoch so eine Sache oder die alte Masche sich zu strecken und dann den Arm um sie zu legen. Aber mal so langfristig…prickelt das noch, das erste mal ein Mädchen auszuziehen - nach allem, was man im Internet so gesehen hat? Ist das eher der Leistungsdruck beim ersten Mal, weil man ja das geben will, was die Hengste auf youporn.com so abliefern? Ist da noch Aufregung? Ist es viel einfacher, Mädchen ins Bett zu bekommen, weil man ja heute nicht mehr mit “Sex ist was für später.” stigmatisiert wird und auch Frauen - ok, in dem Fall Mädchen - ja mittlerweile ihren Spaß beim Sex einfordern?
Fragen kann man das ja nicht einfach, weil Rot werden die immernoch sehr schnell und die Frage allein würde einen sicherlich einen Vollbart wachsen lassen und ein langes dunkles Mäntelchen überwerfen lassen…der Schrei “Pädophiler!” ist dann nicht weit…
…als ich hörte, dass es bei meiner Schwester nur eine Umkleidekabine beim Sport gab….ich will endlich 50 sein und gegen die Jugend von heute wettern können, deren größter Fehler darin besteht, dass man nicht mehr dazu gehört.
Geschrieben in Allgemein | 3 Kommentare »
Verdreckselt
10.8.2009 von der_mike.
Es gibt da so ein Onlinemagazin, dass gern total kritisch wäre - und sich sehr um die Zuständen in unserem von Unterdrückung, Staatsterror und kommendem Totalitarismus geprägten Land sorgt. Endlich mal jemand mögen einige denken. Noch einer wird anderen dazu einfallen. Aber ich lebe doch garnicht im Iran sollten viele denken. Egal, was man davon hält, es sind nur Topschreiberlinge damit beauftragt, die wahre Natur Deutschlands offenzulegen und als Wachturm - Ähnlichkeit mit den Zeugen Jehovas sind nicht zu verleugnen - über die Grundfreiheiten zu wachen.
In jedem besagten Magazin fand sich nun ein Artikel, den der Fro so gut fand, dass er ihn auf facebook promotete. Da ich von Natur aus meine Nase in alles reinstecke und quasi der geborene Schwätzer bin, muss ich einfach was dazu sagen - also zum Artikel von Herrn Lessing.
Ich bin gern bereit Herrn Lessing zuzustimmen, dass dieser populistische Aktionismus, mit dem auf eine singuläre Situation mit einem allumfassenden Verbot reagiert wird, nicht nur der Situation Rechnung getragen wird, sondern auch noch der Wert des Gesetzes in Frage gestellt wird. Ganz zu schweigen, dass es eigentlich genug Gesetze gibt und man diese nur anwenden müsste - und der Polizei den Handlungsspielraum lassen müsste, eventuell ihr den Rücken stärken müsste und nicht so grotesk mit der Exekutive umgehen sollte, wie es jüngst hier in Österreich geschah.
Nachdem ich nun den Anlass für Herrn Lessings Text sicher verstehen kann, kommen wir zu Godwins Law - für jemand, der im Onlinebereich schreibt, sollte das kein unbekanntes Gesetz sein.
“Die Grenzen zwischen einem freiheitlichen Rechtsstaat und einer totalitären Staatsform sind fließend.” Irgendwie finde ich diese Prämisse schon sehr fragwürdig. Ich meine diese beiden Formen sind antagonistisch. Entweder sind Gewalten geteilt oder nicht. Entweder es gibt Grundrechte und eine Verfassung, unabhängige Gerichte und dies für jeden oder eben nicht. Aber es klingt so schön, wenn man andeuten kann “Wir driften da langsam hin…” ohne es gesagt zu haben. Dann kann man in zehn Jahren sagen “Das hab ich ja nicht gesagt…” oder eben “Ich hab es euch damals schon zeigen wollen…”.
“Die Auffassung, was immer demokratisch legitimiert ist, entspreche automatischen den universellen Prinzipen von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, ist naiv …” Ich wüsste nicht, dass ein aufgeklärter Bürger diesen Unsinn auch nur ansatzweise vertreten würde. Mal davon ab, woher die “universellen Prinzipien von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit” kommen sollen, wenn nicht aus der kleinen Welt des Herrn Lessing, der seine fixen Ideen als die Sonne zu verkaufen sucht, um den sich der Rest, der ja mal nicht weiß, was gut für ihn ist, zu drehen hat.
“Logische Schlussfolgerung dieser falschen Prämisse ist, dass demokratisch legitimiertes staatliches Handeln per se gut sein muss und niemals totalitär werden kann.” Ja, eine dämliche Prämisse aufstellen und dann einen falschen Schluss daraus ziehen - da kann man immer gut bei aussehen. Demokratisch legitimiertes Handeln ist nicht per se gut - es ist per se legitimiert. Damit ist es auch nicht totalitär, denn es ist ja nicht durch willkürliche staatliche Gewalt zustande gekommen, sondern durch die Subjekte, die dieses staatliche Handeln auch betrifft.
“Dass diese Denkweise grundfalsch ist, möge ein einfaches Beispiel zeigen: Wäre Adolf Hitler durch eine saubere demokratische Wahl an die Macht gelangt, wäre sein Handeln kein Stück weniger verwerflich gewesen.” Der Bringer. Damit gewinnt man immer. “Aber Hitler…”…wer kann da noch etwas dagegen sagen. Wäre Hitler demokratisch gewählt worden, dann wäre sein Handeln rechtsstaatlich gewesen - gut ist eine Frage der Interpretation einzelner Handlungen. Das Vermischen von Kategorien scheint ein kleines Hobby von Herrn Lessing zu sein - damit lässt sich so schön Beifall von “total freiheitlichen Geistern” und dem Stammtisch der Weltverbesserer ergattern.
Dieser Text geht nun dahin, dem Staat, der ja total Totalitär ist, zu sagen, was er doch zu tun und zu lassen hat, damit er der fixen Idee des Herrn Lessing entspricht. Quintessenz: Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Es ist schon erstaunlich, was “freiheitliche Geister” so von Demokratie halten. Um was es da geht ist das FDP-Problem - eine kleine Gruppe an Leuten, die sich total vernachlässigt vorkommen, obwohl sie doch das Patentrezept für den perfekten Staat in der Tasche haben, meint, dass Mehrheiten ja garnix bedeuten, sondern man sie einfach mal machen lassen sollte. Dann würde alles viel besser und freiheitlicher und überhaupt, was bedeutet es schon, wenn das Volk entscheidet - der Beste soll regieren.
Ich frage mich, ob solche “Ich brauch keinen Staat!”-Menschen nicht mal für vier Wochen das erleben sollten. Ihr Gutshof, ihre Familie, ihr Geld - also selbstgedruckt - und keine staatliche Willkür…und kein staatliches Handeln im Allgemeinen. Also ich würde die Hells Angels mal darauf hinweisen, dass der sich über Besuch immer freut….
Geschrieben in Allgemein | 1 Kommentar »
Panikinfektion
5.8.2009 von der_mike.
Es hat jemand geantwortet. Gut, nicht irgendjemand - nein, die zweitbeste Option, die sich mir darbieten konnte, hat geantwortet. Nur ein “prinzipielles Ja”, alles weitere hängt von einem elaborierten Forschungskonzept ab, aber immerhin. Immerhin. Nun hab ich leider so garkeine Ahnung, wie sowas aussieht - aber ich hab jemanden, der sich gut mit einem Dozenten…sagen wir mal versteht. Die Charlotta also - die derzeit an ihrem LSE-Abschluss arbeitet - hat mir mal erklärt, wie sowas aussehen sollte….
…jetzt ist die Panik da. Aber ich setzt mich dran - besseres hab ich ja ohnehin nicht zu tun.
Geschrieben in Allgemein | 5 Kommentare »
Laboratorium
3.8.2009 von der_mike.
Irgendwie war Nichtstun früher schöner. Gut, da brauchte man auch kein schlechtes Gewissen zu haben - im Prinzip brauchte man früher ja garkein Gewissen - oder man nannte es einfach Studium, wenn man intelligent genug war, um das ganze auch so zu packen. Heute aber erschlägt einen Nichtstun. Aus diesem Grunde dachte ich mir, dass wenn man so clever ist und ein Studium ordentlich über die Bühne gebracht hat ohne großen Aufwand, könnte man doch auch … also quasi … höhere akademische Weihen anstreben.
Gesagt getan - Plan gemacht, Thema war ja irgendwie schon klar und nun Professoren angeschrieben. Das gerade Sommerferien sind ist ein doofer Umstand und lässt nun viel Raum dieses Schritt zu beklagen … und sich bis zur Ablehnung auf Grund Überarbeitung der Professorenschaft - manche sind das wirklich, das meine ich mit vollstem Ernst - zu überlegen, warum das ja ohnehin nichts für einen gewesen wäre.
Schaun mer mal….
Geschrieben in Allgemein | 2 Kommentare »