Archiv der Kategorie: Denken

JAM | Lost&Found

Mit wachsendem Lebensalter ändern sich ja Dinge. Es ist nicht mehr so wichtig, das richtige Logo am Kühlergrill zu haben – dafür sind beheizte Sitze im neuen Auto eine interessante Sache. Das ist auch lustig, weil man jetzt in dem Alter ist, in dem man sich das wirklich coole Auto leisten könnte – aber seien wir ehrlich, wer will sich mit 50 noch aus einem Golf GTi schälen und dabei die Agilität eines Hohlblocksteins an den Tag legen. Bringt die Miezen auch nicht ans Gerät – dazu braucht man ja einen sauber geshaveten Drei-Tage-Bart, wie die beste Band der Welt dereinst verkündet hat. Apropos beste Band der Welt – fragt mich doch die junge und ausgesprochen attraktive Kollegin auf dem Oktoberfest ganz verwundert, warum ich den gesamten Text von Westerland mitsingen kann. Ich hab ihr dann erklärt, dass ich das Lied schon betrunken gegrölt habe, da war sie noch nicht mal auf der Welt. Im nüchternen Zustand habe ich dann nachgedacht und…sie war da noch nicht auf der Welt…

…was mich zum Thema bringt. Erfahrung – oder wie man so schön sagt: Jeder hat einen Rucksack. Keine Ahnung, ob man das so sagt – ich sage das jedenfalls mal so. Auch ein 14jähriger hat einen Rucksack. Erwartungen aus dem Elternhaus, Erwartungen aus dem Freundeskreis, Erwartungen, die durch YouPorn zustande kommen … der Unterschied zu meinem heutigen Ich ist einfach: Damals kamen die Ziegelsteine im Rucksack von anderen Menschen und heute kommen die Inhalte meines dB-Rucksacks von mir.

Mit 14 hat man ja eher so die Ziegelsteine, weil man sonst nichts hat. Orientierung ohne Starpunkt – Optimierung ohne Baseline. Das ist stressig und macht Pickel. Alles ist zu klein, zu groß, zu wenig oder zu viel. Heute hat man eine Baseline – damals mit 20 war es alles viel einfacher – und man hat einen Ausgangspunkt – der liegt bei Anfang 30. Von 20 zu 30 wurde es konstant besser. Nicht alles schöner, aber besser. Der Rucksack war handhabbar. Bei sich und bei anderen. Weil man ja noch locker zwei Ziegelsteine dazu tragen konnte. Man strotze vor Kraft und man wuchs ja gemeinsam. Mit Freunden und Partnern. Deren Rucksack sah in der Regel gleich aus. Gute Erfahrungen, schlechte Erfahrungen oder auch zu wenig Erfahrungen. Egal was es war, man hat es angepackt und wenn es nicht gepasst hat, mit den Rucksäcken, dann hat man sich was Neues gesucht. Man hatte ja Zeit und alle Optionen.

Heute sieht das so aus: Man hat seinen eigenen Rucksack und mag da auch nicht so gern reinschauen. Das macht sonst Stress und Pickel. Pickel, das wissen wir noch vom Ziegelstein „damals mit 14“, ist für die Partnersuche eher nachteilig. Der Rucksack wird eher zur Belastung, weil man die Option „neuer Partner“ oder „zusätzlicher Partner“ oder „mal was ganz anderes“ angehen will. Man darf auch nicht vergessen, dass der andere Mensch auch einen Rucksack mitbringt, den es zu erfahren gilt. Wenn wir aber schon mit unserem Rucksack nicht klar kommen, dann wird es schwer abzuschätzen, ob man mit dem Rucksack des Gegenüber klar kommt. Primär wichtig ist aber, dass man mit einem gewissen Lebensalter nicht ohne Rucksack kommt. Mit zunehmendem Alter sind die Rucksäcke aber sehr unterschiedlich, weil der andere Mensch nicht mehr aus der Parallelklasse, dem gemeinsamen Seminar oder der gleichen Branche kommt. Da kann auch fix mal ein Kind aus einer anderen Beziehung drin sein oder eine bittere Erfahrung mit einem Ehepartner oder auch zehn Jahre Alleinsein. Wenn das nicht mit dem eigenen Rucksack passt, dann findet man keine gemeinsame Baseline – und dann wird es schwer eine gemeinsame Zukunft zu planen. Man hat nämlich nicht mehr die hire&fire-Beziehungsoption, die man mit 14 hatte. Oder mit 20. Oder mit 30.

Auf was ich hinaus möchte ist, dass man tunlichst vermeiden sollte mit zwei losen Enden in eine Beziehung zu gehen. Das wird zum Drei-Körper-Problem – und damit nicht prognostizierbar und auch nicht steuerbar. Ein Ende ist der Rucksack, den man selbst hat, ein Ende ist der des anderen Menschen und der dritte Drehpunkt ist die Beziehung. Es wird mit einem festen Punkt schon ein Chaospendel. Daher sollte man sich seines eigenen Gepäcks bewusst sein und der Tatsache, dass der andere mit seinem eigenen Rucksack daher kommt. Man muss ja nicht per se gleich den ganzen Rucksack auskippen und sich gegenseitig vorführen, wie kaputt man eigentlich ist. Aber man kann Bausteine zeigen – und wenn man sich seines Rucksacks bewusst ist, dann kann man das sehr gezielt. Da zeige ich halt her, dass ich auf Grund meiner Erfahrung eher an einer offenen Beziehung für beide Seiten interessiert bin. Oder dass ich keine Kinder haben mag. Das sind die dicken Brocken. Die vielen kleinen Dinge kommen ganz von allein. Dann sollte man auch zulassen, dass der andere die großen Steine herzeigt – wenn er sich der Steine bewusst ist. Aber auch da kann man helfen, wenn man sich des Inhalts seines Rucksacks bewusst ist.

Ich betrachte es mittlerweile als positiv meinen Rucksack zu kennen. Ich habe keine Zeit und keine Lust auf „Schaun wir mal, was passiert und wenn es doof ist, dann eben was anderes.“ oder eine Langzeitstrategie. Ich mag keine Zeit mehr mit sinnlosen Projekten verbringen. Ich sage: Das ist mein Rucksack, die schweren Steine da drin sehen so aus – ich will das und das. Was ist dein Rucksack? Passt oder passt nicht. Das ist unglaublich leicht für mich und wird in der Regel auch vom Gegenüber geschätzt. Das Leben wird entspannter – kein langes Geplänkel – gleich zur Entscheidungsschlacht und wenn die nicht angenommen wird oder verloren geht – Danke und weiter. Keine Zeit vergeudet, keine Energie verschwendet. Dazu ist mein Rucksack zu schwer und für mich zu wertvoll.

JAM | Wo gehobelt wird…

Man könnte ja fast annehmen, dass Frau Pinkshot und ich da was am Laufen haben. Irgendwie haben wir beide auch sicher was am Laufen..und einen am Laufen haben wir auch. Das ist quasi ein Kompliment, weil mit normalen Menschen mag ich mich eher so nicht abgeben. Ich habe Angst, dass Normalität ansteckend ist.

Wir sprachen neulich, also letztens, über Cumshots. Nein, wir sprachen über Spielzeug. Spielzeug, dass für Frauen designed, für Jungs bedrohlich und für Männer interessant ist. Für Männer daher, weil man mit genug Selbstbewusstsein durchaus den Reiz erkennen kann – wie mit einem Taktstock eine Frau in Schwingung zu versetzen. Das Orchester ihrer Sinne in Harmonie zu bringen. Naja, können Sie ja nachlesen.

Was mich jetzt wieder darauf zurückbringt ist, neben dem Text, der dazu verfasst wurde, eine Erfahrung. Eine Erfahrung, die nicht ganz ohne ist. Wissen Sie – ein Junge, der gern eine Frau haben würde, die viel Sex will, ist genau so lange zufrieden, bis er eine Frau bekommt, die viel Sex will. Was er eigentlich will, ist eine Frau, die wie ein Spielzeug ist – immer dann an, wenn er will. Mithin also nicht genau dann, wenn der bevorzugte Sport oder der beste Buddy gerade verfügbar ist. Dann muss sie ins Nebenzimmer und nicht stören. Ein Mann will in der Regel etwas anderes – aber manchmal bekommt er eben auch jemanden, mit dem es so weit geht, dass selbst Cumshots – und wir reden ja hier davon, dass es der Bugatti Veyron unter dem Höhepunkten ist – nicht mehr gehen.

Man stelle sich vor, man hat ein Date. Mit jemanden, dem man lange nicht mehr gesehen hat. Man denkt sich: Das wird intensiv. Mit intensiv meine ich: Es wird wohl nicht mit der 5-Minuten-Terrine getan sein. Also mal Stamina sammeln – straight edge leben. Keine Aktivitäten, keine Süßigkeiten. Man reizt sich an. Das Event wird gehyped. Dann ist man dabei – alles läuft wunderbar, aber selbst mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln – Finger, Hände, Mund, Zunge und Penis 1.0 wird man nicht alles erreichen. Sicher – da sind ein paar schöne Orgasmen drin für sie. Ich kann jedenfalls sagen – in einer solchen Situation eine kleine Hilfe zu haben…zu meinem Leidwesen, ich habe es mir gewünscht. Irgendwann ist man so überreizt, empfindlich und irgendwie…ist es nur noch Mechanik. Das bedeutet nicht, dass es nicht schön ist. Nur eben nicht mehr…orgasmusfähig. Wenn selbst meisterhaftes Fellatio nicht mehr den gewünschten Erfolg bringt oder mein „Komm auf meinem Gesicht.“ nicht mehr stattfindet, weil es einfach nur noch…sensory overload ist – dann ist eben auch mal gut. Jetzt könnte man einfach einen Dritten dazu holen, um sich abzuwechseln. Das würde aber nicht das Problem lösen, denn Frau will ja auch nicht nur Kopulation, sondern auch Emotion. Irre, aber soll so sein. In dem Fall wäre so ein Toy für zwischendurch sehr nützlich. Dann könnte man das Bedürfnislevel gleichmäßig absenken und am Ende noch … der Bugatti. Sie wissen schon. Für die mentale Kamera.

Ich jedenfalls kann sagen, dass ich gelernt habe: Gedanken weg vom hypen. Im Kopf will man mehr, als die Nervenenden zulassen. Egal ob man kommt oder nicht – eine Frau, die ihren Mund anbietet kann nichts ersetzen. Nichts. Eine Frau braucht mehr als das Gerät – es braucht auch jemanden, der es bedient. Ob im Kopf oder im echten Leben ist egal. Der beste Satisfyer ist das Kino im Hirn. Es gibt mehr als eine Frau, die Cumshots mag…

…eine kleine Lehre – und meine Texte sind Lektionen, machen Sie sich da nichts vor – aus dem Wochenende: Nichts, war das jetzt nicht.

JAM | Toy Story 69 – Woody goes Buzz

In grauer Vorzeit bin ich immer mit dem  nach einem Wochenende in der alten Heimat nach Hamburg gefahren. Jetzt ist der gute Mann und mein bester Freund ja für seine Belesenheit und seine Fähigkeit das Gute im Menschen zu sehen bekannt – für Pünktlichkeit ist er es nicht. Hinzu kam – er hörte gern Musik. Keine schlechte Musik. Aber eben Musik. Laut. Im Auto. Die Frage, warum ich immer so schweige hatte zwei Antworten: Weil ich immer zwei bis drei Stunden auf Dich warten muss und ich Unpünktlichkeit hasse zum Einen. Zum Anderen – ich rede nicht gegen eine Maschine. Da kann man nur verlieren. Heute weiß ich, dass Cicero sein Redetalent entwickelte, indem ihn sein Lehrer gegen die Brandung anlesen lies – und eventuell, wenn er damals etwas mehr Nachdruck hätte walten lassen, hätte ich heute ein Pater Patriae-Titel und die Republik gerettet. Aber damals – es war so kurz nach dem Ostozän – befand ich das doof. Gegen eine Maschine kann man nur verlieren. Die hat kein Erbarmen, kein Einsehen – nein, die stellt man einfach auf 11 und bricht den Knopf ab und dann klimpert das Solo durch.

Vor einigen Tagen durfte ich von der Frau Pinkshot lesen – sie hat eine neue Maschine. Naja, ein Maschinchen. Ein Gerät. Ein Spielzeug. Quasi. Ich durfte davon lesen. Ein sehr ausgefeiltes Stück. Also der Text. Wobei – nicht nur. Die gute Frau ist es auch. Es geht um den Himmel. Nicht den von Franziskus und seinen Haberern – nein, um den säkularen Himmel. Wir sprachen ja bereits davon – es geht um den weiblichen Orgasmus. Oder besser – den Weg dahin. Da hat sich die Frau Pinkshot was schenken lassen. Einen Satisfyer. Das nächste große Ding nach Penis 1.0. Sie können sich schon denken – höher, schneller, weiter. Mit den Worten der wirklich guten Poeten:

„Work it harder
Make it better
Do it faster
Makes us stronger“

Ähnlich wie damals auf den Reisen nach Hamburg, bei denen ich mich um die Gelegenheit einer bereichernden Unterhaltung betrogen sah, war meine Reaktion instinktiv, absolut, störrisch…und falsch.

Meine erste Reaktion war: Na super. Da kann man als durchschnittlicher Mann einpacken. Da muss ich mir keine Illusion machen – allein limitiert durch die Performance der Batterien kann das Ding einfach eine Stamina an den Tag legen, mit der man sich nicht messen kann. Ich glaube selbst die selbsterklärten Duracellbetthasen müssen kapitulieren, denn der Terminator für das männliche Ego macht ja auch genau das, was Frau will und das ohne dämliche Entschuldigungen in Embryonalstellung für Nichterfüllung einfacher Wünsche im Anschluss. Also eigentlich alles was man braucht – und er hinterlässt auch keinen unerwünschten feuchten Fleck, kann mit auf Reisen ohne Zusatzkosten bei den Hotelzimmern und ist eher so der all-around Genügsame. Keine Gespräche am Morgen, keine hochgeklappte Klobrille. Zusammenfassend hat mich das in meinem Ego gekränkt. Ich gestehe auch ein, dass mich der Text von Frau Pinkshot erst einmal auf ganz andere Gedanken gebracht hat – was den Abschuss dann noch etwas schlimmer gemacht. Also den fürs Ego – nicht, was man denken sollte.

Jetzt bin ich aber der Typ, der sich mit einem kaputten Ego für nichts herumschlagen muss. Wenn schon runter ziehen, dann bitte auch noch drei- bis fünfmal darüber nachdenken. Der Gedanke daran, ob das nicht eigentlich eine ziemlich gute Chance sein kann. Das mag jetzt wie die CSU klingen, die mit ihren Stammtischparolen nicht mehr landen kann und daher einfach die AfD umarmt. Aber man möge mir zuhören – das ist meist eine gute Idee, denn es ist eine Gelegenheit etwas zu lernen. Wir wissen um die Limitierungen des durchschnittlichen Mannes. Wir haben zwar gelernt, dass das männliche Sexualorgan der Mercedes unter den Sexualorganen ist, aber seien wir ehrlich – ein Mercedes ist auch nicht mehr das, was er noch nie war. Jetzt haben die Frauen eine Ergänzung bekommen, um Dinge zu erleben, die eben nicht immer gehen. Wenn man jetzt als Mann die Größe hat sich dem zu stellen, dann ist der Satisfyer doch eine gute Gelegenheit neues zu lernen. Man könnte sich zum Beispiel des Befriedigers bedienen, um mal ihren Körper zu erkunden. Sehen, wo sie wie reagiert. Sie auf das Plateau heben, auf das man sich sonst gerade so kämpft, um dann das maskuline Gipfelkreuz zu pflanzen, ohne überhaupt zu bemerken, dass sie erst bei Basecamp 2 ist. Dann selbst einsteigen. Man – also Frau Pinkshot – versicherte mir, dass in der Tat ein Mann durchaus noch seinen Reiz hat. So eine Geschirrspülmaschine räumt das Ding dann eben doch nicht aus…

…also mein Fazit aus der Betrachtung: Das Ding ist keine Bedrohung. Es ist eine gelungene Ergänzung. Es ist auch irrig anzunehmen, dass selbst in einer erfüllenden Beziehung keiner der Partner ohne selbst Hand anzulegen auskommt. Also dafür taugt es. Es taugt aber auch, um die Möglichkeiten zu erweitern und um gemeinsam neue Dinge zu entdecken. Erst wenn sie anfängt seinen Namen beim Sex mit ihm zu rufen – dann wird es kritisch.

Damals auf der Reise nach Hamburg haben wir uns einfach geeinigt, dass wir reden und wenn ein Lied kommt, das er hören mag, dann wird eben Musik laut gemacht und wir lauschen. Dann können wir weiter reden. Ebenso sehe ich das jetzt: Manchmal für den guten Orgasmus und für die Bereicherung ist das gut. Aber einen Partner oder Liebe kann es nicht ersetzen. Genauso wenig wie einen Cumshot. So. MannesEgo wieder hergestellt.

JAM | Na Oida…

Ich lebe ja nun schon den einen oder anderen Tag in der Hauptstadt des gepflegten Suderns und daher dachte ich, dass ich in der Überschrift mal zeige, dass ich mich bemühe die Sprache der Eingeborenen zu sprechen. Das fällt mir nicht ganz so leicht, da man mit einem deutschen Dialekt erstaunlicherweise recht weit kommt. Was einem mit dem Dialekt der Bewohner meiner Wahlheimat aber leichter fällt, ist problematische Thematiken unverfänglicher zu artikulieren. Da ich aber nun wohl in der Lage bin, denen einen oder anderen Menschen in meinem Umfeld mit ein wenig Schmäh zu erreichen, jedoch im Bereich er Fachspezifika durchaus noch Lücken habe, beschränke ich mich wohl auf die Verwendung der deutschen Sprache, wie Hermann der Cherusker sie erschuf – zumindest wenn man Heine glaubt:

„Wenn Hermann nicht die Schlacht gewann,
Mit seinen blonden Horden,
So gäb es deutsche Freiheit nicht mehr,
Wir wären römisch geworden!“

Das wäre zwar auch lustig – aber wenn wir ehrlich sind, sind wir ganz froh, dass wir nicht im AcI Frauen erobern müssen.

Damit sind wir bei einem sehr schönen Thema: Frauen. Frauen sind ja quasi der Motor, der uns Männer dazu antreibt jenseits der 40 noch in ein Fitnessstudio zu gehen oder den besser bezahlten Job anzunehmen – weil das Dasein als Sugar Daddy eben auch jede Menge Sugar und eine gehörige Portion Stamina benötigt.

Jetzt muss es ja nicht immer Sugar Daddy sein – obgleich diese Art der Beziehung ja nicht per se eine Abhängigkeit voraus setzt. Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel gelesen, in dem die Beziehung zwischen einem gut etablierten Manager und einer Studentin durchaus bilateralen Mehrwert schuf. Sie profitierte davon, sein Netzwerk und seine Erfahrung nutzen zu können. Das darf man als Studentin der Wirtschaftswissenschaften durchaus nicht unterschätzen. Man lernt Leute kennen, man profitiert von den praktischen Erfahrungen des älteren Partners und jetzt breche ich mal eine Lanze für unsereinen: Sex ist durchaus auch erfüllender, wenn man weiß, dass es mehr als ein körperlicher Akt ist und man sich nichts mehr beweisen muss. Es kann einen also charakterlich, fachlich und sozial durchaus weiter bringen. Wenn es eine Partnerschaft ist. Der Gewinn für den Mann – oder die Frau, man soll nicht ausschließen, dass es sich auch um die umgekehrte Konstellation handeln kann – ist eine interessante Partnerin für gesellschaftliche Ereignisse zu haben. Jemand, der einen auf Trab hält, einen Grund für das Fitnessstudio. Ich muss auch eingestehen – es ist auch gut für das Ego. Das funktioniert so, wenn es sich in der Tat um eine Partnerschaft handelt – es gibt sicher auch die Menschen, die sich einfach was fürs Bett suchen. Auch ok. Wenn beide das als ok empfinden. Suum cuique.

Jetzt zum eigentlichen Grund: So richtig akzeptabel ist das ja nicht. Interessant ist dabei, dass jeder – wirklich jeder – Mann, mit dem ich mich unterhalte, das auf dem dreckige Witze Niveau goutiert. Ich bin da wahrscheinlich viel zu wenig sensibilisiert, aber wenn wir im Kreis zusammen stehen, da reden wir über die Kolleginnen. Dabei fällt mir immer wieder auf – das, was andere sehen, ist in der Regel nicht, was ich sehe. Die Reduktion auf den Körper ist mir in der Regel zu wenig. Viel zu wenig. Ich gestehe, wenn ich eine Affäre wollte, dann nur in einem Segment, das ganz anders als meine Frau ist. Meine Frau ist in ihrer Facette perfekt. Wenn ich etwas suche, dann doch eine andere Facette – und seien wir uns ehrlich: Nur für Sex brauche ich keine andere Frau. Wenn ich eine Frau als interessant für eine Affäre betrachte, dann doch weil sie mehr bietet. Aber wir schweifen ab – warum ist nicht akzeptiert, dass ein 50jähriger mit einer 25jährigen zusammen ist. Da wäre als erstes – meiner Meinung nach – der Neid. Moral ist ja oft so ein Kodex, der eigentlich nur festschreibt, was das kleinste gemeinsame Level ist, dass alle erreichen können. Ehe, Kinder, Wohnung – Arbeit. Aber ein glückliches Leben, Karriere, Geld, Erlebnisse, Erfahrungen und Momente – dafür muss man schon was tun. Oder Glück haben. Freude am Leben ist ja seit jeher suspekt in den Augen der Altvorderen, die meinen, nur weil sie ein dröges Leben im Korsett der gesellschaftlichen Erwartungen verbracht haben, gehört sich das heute auch. Wo kämen wir hin, wenn man glücklich ist. Da muss ja was faul sein. Drogen wahrscheinlich. Haben sie recht – eine interessante Freundin ist eine Droge. Es putscht auf, es beruhigt, es spornt an, es inspiriert und es kann einen kaputt machen.

Ein weiterer Grund, warum das eher mit schiefen Mund betrachtet wird ist, dass man immer einen dominanten Teil im älteren Teil sieht, der sich eine – weil bezahlt – Prostituierte oder einen Toy Boy hält. Kann man auch nicht immer ausschließen. Aber auch dann – wenn es beide so wollen: So be it. Zumal ich mir ganz gut vorstellen kann, dass der jüngere Teil auch der dominantere Teil sein kann. Eventuell hat sich ja eine starke junge Frau mit der Absicht ihren Horizont zu erweitern auch jemanden gesucht, der sie weiter bringen kann. Aber das passt leider nicht ins Denkschema.

Was ist denn nun akzeptabel? Es geistert ja die Formel „Alter durch zwei plus Sieben“ durch den Raum. In meinem Fall wäre das…zu hoch. Wenn ich nochmal etwas beginnen würde, dann muss ich gestehen, wäre ich sehr wählerisch. Nicht nur im Hinblick auf das Alter – auch im Hinblick auf die Regeln, die Erwartungshaltungen und den Charakter. Ich finde, dass die Jahreszahl auch viel weniger relevant ist, als die Harmonie – wie klingen zwei Menschen zusammen. Das wäre viel wichtiger. Der Altersunterschied wird von den anderen gemacht. Interessant ist ja, dass Männer auf dem dreckige-Witze-Niveau reagieren und Frauen eher auf dem Giftspritzenlevel. Sei es wie es sei. Ich finde, wenn es sich um eine Partnerschaft handelt, dann kann auch ein 60er mit einer 22er oder eine 39jährige – älter werden Frauen meiner Erfahrung nach nicht – mit einem 24jährigen Sportstudenten musizieren. Moral ist eine Sache, die nur für die Regularien zwischen den Beiden interessant ist. Für die Außenwelt gilt, um es mit den Worten eines anderen großen deutschen Poeten zu sagen:

„Lass die Leute reden, denn wie das immer ist:
Solang die Leute reden, machen sie nichts Schlimmeres
Und ein wenig Heuchelei kannst du dir durchaus leisten
Bleib höflich und sag nichts – das ärgert sie am meisten.“

Insofern schreibe ich mal am Ende: Geht hin und lebt ein glückliches Leben. Mit wem auch immer, mit wie vielen auch immer und wie auch immer. Moral ändert sich nur durch disruptives Verhalten. Auch 30-16 sehe ich nicht als moralisches Problem. Eher als gesetzliches. Da muss man sich genau überlegen, ob man als Hebephiler oder als Hebephile abgestempelt werden möchte – wenn beide glücklich sind, so sei es. Mehr als seine Facetten braucht eh keiner. Lieber glücklich sterben als moralisch leben.

JAM | Das Einhorn

Die wunderbare Frau PinkShot69 schreibt und spricht ab und an über Dinge, die man normalerweise kurz nach einem „Es war einmal…“ und dem unvermeidlichen „…dann leben sie noch heute.“ findet. Männer, die einfach nur nett sind – ohne Hintergedanken. Frauen, die einfach nur nett sind. Weibliche Orgasmen.

Der kleine Tod: Ich wäre schon von Neid erfüllt, wenn es sich nicht, wie der physikalische Massepunkt, um ein Denkmodell handeln würde. Stellen wir uns das vor, da spürt man, wie sich ein anderer Mensch in einem bewegt. Wie sich langsam die Atmung intensiviert und man gleichzeitig das Gefühl hat, dass die Luft knapp wird. Wenn man im Bauc

h fühlt, dass sich alles verdichtet. Wenn man das Blut im Ohr pulsieren hört. Die Nervenenden alle auf Alarm stehen. Wenn man trotzdem eine tiefe Entspannung heranziehen spürt. Wenn man schon erahnt, welcher Sturm da heraufzieht. Wenn du denkst, gleich geht es nicht mehr höher und dann treibt es dich wie eine Rakete durch die Decke und dann fallen alle Probleme und Sorgen und Nöte und Anspannungen für ein Feuerwerk lang von Dir ab und dein ganzer Körper besteht nur noch aus Ekstase…

…sowas kann es ja gar nicht geben. Jetzt führt aber die Frau PinkShot auch wissenschaftliche Erkenntnisse an, die ihrem Standpunkt, dass auch Frauen so etwas wie den Moment, in dem man(n) Kant versteht, haben kann. Wenn es sowas geben würde, dann hätte man es schon synthetisiert, auf Flaschen gezogen und im KdW verkauft.

Aber spielen wir das mal im Kopf durch. Nach der von Frau PinkShot angeführten Studie haben Männer in der Regel einen Orgasmus und Frauen eher in einem überschaubaren Ausmaß. Wenn man jetzt eine simple Konditionierung ansetzt, dann dürfte sich der Invest, den Frauen in die Schaffung der Voraussetzungen – und ein Mann ist ja eher so die Orchidee unter den Zimmerornamenten – kaum auszahlen. Männer muss man ernähren, hofieren, ertragen und sich einen zu fangen setzt auch unbequeme Kleidung und aufwendige Vorarbeiten voraus. Eine Freundin hat mir letzten erzählt, welchen Aufwand es bedeutet einen ordentlichen Landing Strip zu unterhalten. Nur, weil mir das gefällt. Ich bin schon zu faul mir regelmäßig die Klinge ins Gesicht zu hauen, geschweige denn für 30 Minuten fortgeschrittenes Yoga unter der Dusche zu machen, nur um dieses unvergleichlich wundervolle Aussehen, dass die Zunge einläd sich auszutoben, zu erreichen. Eventuell sind Männer aber auch einfach naturschön. Kann sein. Wird wohl so sein. Ganz sicher.

Womit Frau PinkShot aber auf jeden Fall eine Punktladung erzielt hat ist: Männer beschäftigen sich zu wenig mit den Möglichkeiten, die sich ihnen auf der Klaviatur einer Frau bieten. Das liegt auch daran, dass die wenigstens Frauen wissen, dass sie eigentlich mehr als drei Tasten haben und dass es durchaus ok ist zu sagen: Da anfassen. Dort drücken. Hier streicheln. Jetzt Gas geben – und hier Bremse. Ich war immer entsetzt, wenn ich in meiner Generation gelesen habe, wie wenig der Mädls tatsächlich ihren Körper erkundet haben – vulgo Selbstbefriedigung betrieben haben. Jungs waren da eher wie die Katze am Milchtopf – einfach drüber herfallen und gut. Ok, Jungs sind auch einfacher. Die notwendigen Handgriffe sind relativ klar erkennbar. Aber – und auch das eine Erkenntnis, die nicht jeder hat – auch Jungs können was lernen, wenn sie nicht einfach zum Ziel stürmen, sondern mal überlegen, was man noch alles anfassen kann. Jedoch zurück zur Frau: Frauen meiner Generation war eher schwer zu entlocken, was zu tun war. Jungs hatten ein Biobuch, viel Gekicher und eine Prinzipzeichnung. Die sah nie so aus, wie die Realität. Wenn dann einfach „Da rein, Zylindermotorbewegung, Ziel erreicht.“ übrig blieb und das Feedback der Frau „Ich mag Dich auch.“ war – ja, wo sollte es denn herkommen. Das sind dann die 40jährigen von heute, die überrascht sind, wenn ihnen eine erwachsene Frau sagt, dass es mehr gibt, als die 5-Minuten-Terrine.

Ich muss gestehen, dass ich auch mit 30 und 40 und auch heute mit 50 noch Dinge dazu lerne. Weil es mich interessiert. Weil ich nicht zu denen gehören mag, die die Anatomie von Sasha Grey besser kennen als die ihrer Frau. Die Pornographie mit einer Bedienungsanleitung verwechseln und nicht erkennen: Die Rubriken gibt es nicht zum Spaß. So vielfältig wie das Angebot ist auch jede Frau. Nicht für jeden, aber doch. Manchmal hilft es zu reden, manchmal darauf zu achten, wie sich der Partner im Bett verhält und bewegt. Da lernt man schon was – aber was definitiv hilft ist: Feedback. Lernt eure Bedürfnisse kennen und teilt sie uns mit. Damit auch das nächste Mal nicht der sportliche Aspekt „Dabei sein ist alles“, sondern der kleine Tod am Ende einer gemeinsamen Erlebnistour steht.

JAM | Parallelität nicht Doppelhelix

Eines muss mal gesagt werden: Dies ist keine Challenge. Es ist ein DOOC – ein Double Open Online Course. Wenn Sie wissen wollen, wer hier der Lehrer und wer der ungezogene Zögling ist – die Frau Pinkshot69 hat angefangen. Weil ich sie aber mag, werde ich mal im Sinne eines interaktiven Lernens darauf eingehen. Ja, man kennt mich als wirklich großmütigen Menschen. Also meine Mutter zumindest. Ich weiß nicht, ob die Erwähnung meiner Mutter Freud einen feuchten Traum bescheren würde im Kontext dieses Textes, aber … weiter im Text.

Vorab mal: Polyamorie. Das ist aus meiner Sicht absolut falsch. Das geht gar nicht. Es ist Multiamorie oder Polyphilia. Der Plebs kann ja machen, was er mag, aber das hier ist ein parlieren zwischen Magistern…Magistraern…naja, pfeifen wir mal auf das Gendern.

Wie Frau Pinkshot69 so schön beginnt – es geht nicht um Moral. Moral ist immer eine Frage des Kulturkreises und der Zeit. O tempora, o mores, wie ein alter Freund der gepflegten Knabenlieben so gern rief. Nein, hier ist nicht der von mir überaus geschätzte Gregor H. Toerlesz gemeint. Hier ist es Cicero der alte Schwerenöter. Aber lesen mag ich beide gern.

So. Weiter im Text – will ja keiner ewig hier lesen. Haben ja alles was anderes zu tun. Lieben zum Beispiel. Da wären wir schon bei einem wirklich sehr wichtigen Punkt, der FrauPinkshot und mich unterscheidet. Frau Pinkshot hat die Idee, dass man Leben dupliziert. Sie hat ein wundervolles Bild von drei Häusern – eine getrennte Fassade – die durch einen Garten, unsichtbar für alle, verbunden sind. Drei mal das gleiche Leben. Ein Mann für drei Familien. Das ist quasi Zellteilung. Aus so einer Situation ist nachvollziehbar, dass auch Fragen auftauchen: Was, wenn jemand anders besser kann, was ich mit ihm habe. Was wenn der andere Mensch besser Kaffee kocht, sinnvoller küsst oder einfach Cumshots mag, auf die meine Gesichtshaut allergisch reagiert. Das – so sehe ich das mal – ist der Anfang vom Ende einer offenen Beziehung. Das wäre ein falsches Leben im Richtigen. Liebe ist aber kein sui generis Begriff. Liebe hat Facetten … und wenn ich etwas gelernt habe, dann das niemand, kein Mensch, kein Lebewesen und kein Ding alle Facetten bedienen kann.

Dazu muss man wissen, dass ich Liebe viel weniger romantisch sehe, als das gemeinhin scheinen mag. Liebe ist ein Prozess, der zum Leben gehört. Ohne Liebe wird es kaum ein gelungenes Leben geben. Liebe ist aber viel weniger Blümchen und Schmetterlinge. Es ist eine Form der Ruhe, der Ausgeglichenheit, des Vertrauens und des Gemeinsamen. Es ist viel mehr Rationalität als man denken mag. Es ist, wie schon gesagt, eine Verbindung von Gedanken, Seelen und Körpern. Wenn ich mit jemanden zusammen bin, dem ich eine Facette – oder mehrere – von Liebe gegenüber empfinde, dann ist das wie ein Zen Moment. Das kann auch Sex sein – muss es aber nicht. Das kann auch einfach nur sein beim Kaffee zu sitzen und zu plaudern ohne sich konzentrieren zu müssen. Ok, Sex ist toll, aber habt ihr schonmal geschafft, den Kopf auszuschalten. Nur durch die Ruhe, die ein anderer Mensch einem gewährt. Ok, der gemeine Sauerstoffverbraucher schaltet den Kopf in der Regel nicht an – bei mir ist das eher so „Augen auf – Denken an.“ Das geht so bis „Augen zu – Denken aus.“ Dabei brenne ich in der Regel auf 120 Prozent – diese Momente, in denen ich einfach abschalten kann, die sind selten und sie sind wichtig. Für diese Momente liebe ich meine Facettenbesitzer. Mein Eingeständnis: Das Gefühl hatte ich auch bei meinem #kokain. Das fehlt mir sehr, denn diese Facette zu besetzen wird aus meiner Sicht ein Ding der Unmöglichkeit. Wie singen Pizzera & Jaus so treffen: Wenn du enttäuscht bist, dann bist du ent-täuscht. Muss nur im Kopf ankommen.

Ich gebe FrauPinkshot recht, wenn sie schreibt, dass es sehr schwer ist, jemandem, der Polyphilia in einer multilateralen Partnerschaft lebt, zu gewinnen. Da geht es aber nicht darum, dass er jemanden fragen muss. Gefragt haben muss er schon weit vorher – beim eingehen der Partnerschaft. Ich halte es für ausgesprochen gefährlich eine Partnerschaft einzugehen und dann im Anlassfall zu fragen. Sowas ist basal und muss vorab geklärt werden. Bevor sich einer verliebt und sich mehr als bilaterale Beziehungen nicht vorstellen mag. Für jemanden, der sich darauf einlassen mag, einen Polyphilio zu gewinnen, muss klar sein, dass er eine Facette der Liebe haben will. Da geht es nicht per se um Sex. Da geht es um etwa, das man teilt. Darauf kommt es an – der Polyphilio hat eine Facette, die in seinem derzeitigen Kontext unbesetzt ist. Die ist füllbar. Nichts, was einem anderen weggenommen wird. Aber wie bei jeder anderen Form der Liebe auch – es ist ein Prozess des Verliebens. Da küssen sich Seelen – egal auf welcher Ebene. Daher ist es auch kein Fremdgehen – fremdgehen ist das dümmste, was man machen kann. Es ist ein offenes Teilen und das Eingeständnis: Ich kann nicht bester Vater, bester Ehemann, bester Freund, bester Mitbewohner, bester Lover und was nicht alles gleichzeitig sein. Wem das gelingt – Hut ab. Wie gesagt – ich glaube, das kann niemand. Für niemanden. Wenn ich also mit dem besagten Toerlesz H. Gregor eine politisch-intellektuelle Beziehung habe, die für mich schon eine Form der Liebe ist, denn die Art des Umgangs, die wir pflegen, ist für mich immer Herzklopfen pur, ein Lustgewinn an Episteme – ein inneres Fichtennadelschaumbad.

Um beim Bild von FrauPinkshot zu bleiben: Bei mir wären die Häuser eher ein Schloss, eine Bibliothek und ein Reihenhaus. Die Familien wären einmal mit Kind und einem mit Büchern. Einmal mit Bett und einmal mit Kissen-Couch-Landschaft. Das wäre keine verwobene Helix, das wären parallele Linien, die alle zu einer werden, wenn man rauszoomt – und wie eine Packung Spagetti nicht zu zerbrechen ist, wenn sie im Paket gehalten werden, aber jeder für sich, einzeln sehr fragil ist.

Wer profitiert ist hier auch eine sehr ungewöhnliche Frage. Alle. Alle, die wissen, um was es dabei geht. Ein zufriedenes Leben zu führen. Ich will meine Beziehung nicht aufgeben. Ich liebe einen Menschen als besten Freund und als beste Ehefrau. Das ist mein Hafen. Aber ein Hafen allein ist mir zu wenig. Ich brauche einen politsch-intellektuellen Segeltörn, ich brauche eine akademische Frachtroute und ich brauche auch hin und wieder eine Regatta. Allein um mir zu zeigen, dass ich noch im Wettbewerb mithalten kann. Ja, auch fürs Ego. Aber ich würde nie etwas verschweigen und ich würde niemals etwas tun, dass ich nicht klar kommunizieren kann.

Mein Fazit für diesen kleinen DOOC: Polyphilia ist ein Weg, der Komplexität einer Person gerecht zu werden und langfristig alle Aspekte – inklusive der Entwicklung einer Persönlichkeit – gerecht zu werden. Bedürfnisse wandeln sich ja und damit auch die Bedürfnissbefriediger. Es ist in der Tat schwer – eigentlich unmöglich – mehr als eine Beziehung ganzheitlich zu führen. Bei Polyphilia geht es aber darum, ein Leben in all seinen Facetten ganzheitlich zu führen. Ich habe meine kleine Blume, mein Gänseblümchen, mein Kokain – ja, auch das gehört zu meinem Leben – und ich habe Gregor und ich habe mich. Auch das gehört dazu: Sich selbst zu lieben.

So, der Trommelwirbel verhallt. Die Schwaden senken sich über dem Feld. Die FrauPinkshot69 hat es so gewollt. Auch sie ist eine Facette.

Denkstube | Wissenstreppe

Ich werde ja in meiner Timeline ab und an mit Artikel konfrontiert, die bei mir physisch und psychisches Kopfschütteln auslösen. Einer dieser Artikel beschäftigt sich mit der unglaublichen Feststellung, dass das Topmanagement nur 4% aller Probleme im Unternehmen kennt. Das stellt für den Verfasser ein Problem dar. Das gilt es zu lösen. Dazu gibt es eine tolle Grafik:

@andydevale hat hier wirklich eine gute Leistung abgeliefert – zu visualisieren, was eigentlich kein Problem ist. Eigentlich – und ich nehme hier gleich mal die Pointe vorweg – ist das die Idee von Dashboarding.

Beginnen wir mal auf der unwichtigen Ebene – der menschlichen. Ein Mensch – und ja, auch Management sind Menschen, auch wenn man das in der Regel übersieht – hat nicht unbegrenzt Kapazität. Der Manager per so noch viel weniger, weil seine Zeit durch Termine belegt ist und sein Gehirn durch Nicht-Probleme. Zum Beispiel wenn der Aufsichtsratsvorsitzende fragt, warum die rote Ecke im sechsten Excel-Blatt nicht weg ist. Naja, also er kann sich nur um eine begrenzt Anzahl von Dingen kümmern. Das sollten die wichtigen Dinge sein. Die, die das Unternehmen bedrohen. Die, die wenn sie bearbeitet werden, auch morgen noch Geld erwirtschaften, um die Mitarbeiter zu bezahlen. Alles andere – dafür hat er, und hier wechseln wir zur organisatorischen Ebene, Führungsebenen. Wenn die Lösung des gebastelten Problems ist, dass alle Probleme an das oberste Management gehen, wozu dann noch Führungsebenen. Dann habe ich Reportingmitarbeiter und Sachbearbeiter. Nicht mehr. Habe ich aber nicht. Ich habe Führungsebenen. Sach- und Fachverstand. Die zu entmündigen wäre sträflich. Also sind Probleme da zu behandeln, wo sie auftreten – maximal eine Ebene darüber. Dass sich diese Dinge in einer abstrakten Form auf dem Dashboard des obersten Menschen der Organisation finden lassen und per drill down sogar analysieren – super. Aber Lösungen, die müssen von dort kommen, wo die Zuständigen sitzen.

Wenn ich mir also überlege, dass das Management nur über 4% der Probleme Bescheid weiß, dann läuft alles richtig. Das sind die – in der Risikomatrix – katastrophalen Probleme. Probleme, die, wenn sie aktualisiert sind, dazu führen, dass die Bundesregierung kurz Herzflattern bekommt und den Blick zum Scheckbuch wendet. Wenn man groß genug ist. Für alle kleinen Unternehmen – das ist der Moment, wo man hofft, doch noch eine Lehre in petto zu haben, um bis zur Pension was ehrliches zu hackln.

Das bringt mich auch dazu, dass der oberste Chef natürlich verantwortlich ist. Also wenn ein Aufsichtsrat – in der Regel ein wirklich sich wichtig fühlender Mensch – fragt, ob das Toilettenpapier im Unternehmen der Rüstungsbranche auch günstig eingekauft wird und der Chef das nicht weiß, dann läuft da alles richtig. Wenn das Unternehmen auf Grund eines Qualitätsfehlers in die roten Zahlen schlittert, der eigentlich auf der Abteilungsebene zu lösen wäre, dann ist er trotzdem dran. Das wäre auf einer unteren Ebene zu klären – aber er ist in der Kaskade für die Auswahl der Führungskräfte verantwortlich.

Ich habe das von meinem derzeitigen Chef gelernt. Er hat bei seinem Ankommen im Unternehmen gute Leute entlassen und Leute geholt, die sein Vertrauen genießen. Nicht, dass sie fachlich besser wären, aber er vertraut ihnen und übernimmt damit auch die Verantwortung – auch das ist „hire for attitude – train for the job.“

Wie dem auch sei – ich finde es immer wieder toll, wenn man erwartet, dass der oberste Boss alles wissen muss oder alles können muss. Muss er nicht – er muss wissen, was wichtig ist und was auf seine Ebene gehört. Das macht ihn aus. Für den Rest braucht er Personal, dem er vertraut – das ist eine Kernkompetenz, die er braucht. Personalentscheidungen sind die nachhaltigsten Entscheidungen, die ein Manager treffen muss. Für Probleme gibt es Stabstellen, Fachabteilungen und alles, was so eine Organisation zu bieten hat. Von daher: Unsäglicher Artikel.

JAM | Arbeitsklima – 28 Days later

Ab und an passiert es ja anderen Menschen, dass sie Sätze sagen, die eigentlich von mir sein könnten. Zum Beispiel äußerte sich ein gewisser Oscar Wilde ja darüber, er habe einen einfach Geschmack – immer nur das Beste. Sie sehen, was ich meine. Ein Satz, bei dem alle erstmal denken, er sei von mir. Ich bin da recht großzügig mit dem CC – es darf sich gern in diesen Bronzesätzen gesonnt werden.

Jetzt ist mir wieder ein Satz untergekommen. Eigentlich ein Kleinod. Tom Stoppard hat sich eines Satzes bedient, der mich zu einem Thema inspiriert hat, dass im letzten Post zum Thema Arbeitsklima angefangen hat:

“We cross our bridges when we come to them and burn them behind us, with nothing to show for our progress except a memory of the smell of smoke, and a presumption that once our eyes watered.”

Tom Stoppard, Rosencrantz and Guildenstern are Dead

Der Sprung wird jetzt etwas größer – also Obacht. Ich bin ja der Meinung, dass Freundschaften, Freundschaften Plus und Freundschaften Plus Plus am Arbeitsplatz durchaus förderlich für das Betriebsklima sind. Wenn sich alle einig sind. Wenn klar ist, was man erwarten kann und sollte und wenn man insgesamt eine positive Bilanz aus all dem zieht.

Ein kleiner Exkurs – Freundschaft ist gemeinsam den Karren aus dem Dreck zu ziehen, egal, wer ihn reingefahren hat. Freundschaft Plus ist auch privat füreinander da zu sein. Plus Plus ist all das mit Sex. Ein reines Plus Plus funktioniert aus meiner Sicht eher nicht. Nur, damit wir wissen, von was wir sprechen.

Am Anfang von so einer Geschichte – egal wie viele Plus nun da stehen – macht man sich ja nicht so viele Gedanken über das „Und dann?“ – also normale Menschen. Ich schon. Ich weiß nicht, wer glücklicher lebt – normale Menschen oder ich. Disclaimer: Normal meint hier Quantität, nicht Qualität. Zurück zum Thema: Was, wenn die Geschichte auf der Seite angekommen ist, wo es um das Leben danach geht. Wenn sich zum Beispiel herausstellt, dass einer der Partner – sollten ja mindestens zwei sein – mehr will. Oder nicht mehr will. Oder plötzlich nicht mehr mag mit Erdnussbutter eingecremt zu werden und Grundgeräusche zu machen, wenn man im Büromittellager zu Gange ist. Soll es alles schon gegeben haben. Das sind die Brücken, zu denen wir kommen und über die man sich am Anfang im Rausch der Hormone keine Gedanken gemacht hat. Was, wenn wir plötzlich an dieser Brücke stehen, kurz zurückblicken und dann mit aufrechtem Blick über die Brücke shufflen. Dann wird es oft hässlich. Dann fallen einem die vielen kleinen Dinge auf, die es vorher so interessant gemacht haben und jetzt zu einem Nervfaktor par excellence werden. Dann fragt man sich, warum man sich darauf eingelassen hat – wo er doch so dumm, sie doch so eingebildet und das Ganze eigentlich eine dumme Idee war.

Ich denke mir, wenn man befreundet ist und dann addiert, dann sollte das anders laufen. Dann ist das eben, dass einer die Liga wechselt oder den Sport und man bleibt eben trotzdem befreundet. Wenn man Sex unter Kollegen als Ergänzung zur Freundschaft sieht, dann sollte sowas doch nicht passieren. Normale Menschen funktionieren aber in der Regel nicht so – sagt einem ja auch keiner in der Bedienungsanleitung. Liegt auch daran, dass nur wenige Menschen ein Verständnis von Rollen haben – jeder Mensch hat mehr als eine. Wenn ich im Rahmen einer Freundschaft mehr mache, als meine Rolle als Kollege verlangt und das dann entfällt, weil die Rolle Freundschaft nicht mehr da ist, dann wird das in der Regel als Strafe aufgefasst. Ist es aber nicht – aber das ist dann in der Regel nicht mehr zu kommunizieren. Also wertfrei.

Schlimm wird es auch für die anderen Kollegen – oder den Freundeskreis. Man müsste sich entscheiden. Man müsste Position beziehen. Man sollte sich eigentlich da raus halten. Sowas belastet dann das Betriebsklima eher. Ich denke mir dann immer: Leute, es war Freundschaft und Sex. Alle hatten Spaß. Alles war gut. Jetzt eben nur noch Kollegen. Wo ist das Problem. Das Problem sind Erwartungshaltungen. Verletzter Stolz. Eitelkeit. Menschlichkeit. Das bekommt man nur schwer raus. Glück hat man, wenn beide an ihrem Job hängen und das professionell angehen. Schlecht ist es, wenn der Grabenkampf anfängt. Das lässt nur verbrannte Erde und zerstörte Werte zurück. Im Extremfall muss der Arbeitgeber entscheiden: Er, Sie oder Beide.

Ich denke mir immer: Seid ehrlich. Sagt was ihr wollt. Genießt was ihr habt und wenn es nicht mehr ist, dann ist es eben wie mit jedem anderen in der Firma. Haken dran. Den Duft der brennenden Brücke wird man ein Leben lang haben. Die Momente – so man welche hatte – bleiben. Erinnert euch an die schönen Momente und vergrabt euch nicht im letzten Augenblick. Sex ist wie Tennis: Keiner weiß, wie viele Sätze die Partie haben wird, irgendwann gibt es das große Finale und jedes Jahr gibt es das Turnier wieder. Mit anderen Teilnehmern. That´s life.

JAM | Innenausbau

Wenn man jung ist, dann überlegt man sich ja sehr genau und in der Regel recht nachhaltig, welche Verhaltensprinzipien man seinem Tun zugrunde legt. Jung ist jetzt hier mal 22-33 gemeint. Ist bei mir eine Weile her. Man war so – und braucht den zwischenmenschlichen Potentialausgleich.

Es sah auch alles so einfach aus. Man brauchte sich ja auch über Konsequenzen eher keine Gedanken machen. Wenn etwas nicht geklappt hat, dann machte man eben was anderes. Wenn Körperinhaber A nicht mit der eigenen Grundhaltung klar kam, dann gab es noch zwischen 3 und 25 andere Buchstaben.

Damals – die letzten Flugsaurier kreisten noch hoch oben in der jungen Luft – dachte ich mir, dass Beziehungen was für Luschen sind, dass Freunde eher eine Belastung sind und dass Emotionen viel besser durch Rationalität zu ersetzen sind. Das sind gute Leitgedanken, um diese harschen Jahre des Daseins zu überbrücken. Der Plan war: Durchs Leben kommen und nur keine Emotionen zulassen. Emotionen waren Teufels Beitrag zu einem überlegenen Hirn.

Nun reift man ja im Alter und wird auf die eine oder andere Weise kindischer. Ein Erfahrungswert dabei ist: Freunde sind gut, wenn man sie sorgsam auswählt. Ein zweiter Erfahrungswert: Beziehungen sind wertvoll, wenn man sie sorgsam auswählt. Ein dritter Erfahrungswert: Emotionen sind gut. Punkt.

Nicht nur, dass man sich in der Jugend oft Dinge versagt hat, für die man sich heute die kaum noch existenten Haare ausraufen könnte – ein Hallo an das Gänseblümchen. Nein, man hat auch versäumt Netzwerke zu bilden. Das wirklich tragische ist aber: Man hat viele schöne Momente verpasst, weil man sie zwar analysiert, nicht aber erfahren hat. Kann man auch nicht nachholen. Die sind weg. Was man aber machen kann ist, dass man einfach neue Momente so intensiv wie möglich erlebt. Das ist aktuell der Plan. Das lässt den Trennstrich von Arbeit und Privat verschwimmen, das lässt das Potential für Scheitern und Schmerz zu – aber wissen Sie was: Das nennt man Leben und am Ende lacht man dem Teufel ins Gesicht und sagt: Trotzdem schön – selber doof.

 

JAM | Wie Wolken schmecken

Das wird dann mal so ein richtig schmalziger Blockpost. Ich will nur ein Warnung voran stellen – es wird um Gefühle gehen und darum, wie sie der Untergang und die Wiederbelebung sind. Es wird so richtig Rosamunde Pilcher meets Terry Pratchett.

Ich habe mir in den vergangenen Monaten das Leben ja recht schwer gemacht im Hinblick auf mein Kokain. Eine Fülle an Gründen war sicher, dass ich in ihr meine letzte Chance gesehen habe, etwas in der Welt zu hinterlassen und dass sie living proof gewesen wäre, dass ich noch nicht zum alten Eisen gehöre. Wir hatten Chemie – so dachte ich zumindest und auch das ein Grund: Ich war zu blind zu sehen, dass wir keine Chemie sondern nur meinen Wunsch nach mehr hatten.

Eine Twitterin, die sich einer ähnlichen Herausforderung gegenüber sieht – in Sehnsucht, in Verlangen, in Begehren, in Sucht zu verbrennen – hat mir viel geholfen darüber nachzudenken, dass es nicht so einzigartig ist, was mir da passiert. Es ist sogar recht gewöhnlich – für 13-18jährige. Was ich aber auch gelernt habe: Wir sind alle 16, wenn es um Gefühle geht. Das lernt man nämlich nicht, das erlebt man wieder und wieder und es ist immer das neue Alte.

Jedenfalls habe ich irgendwie damit meinen Frieden gemacht, dass ich dieser Geschichte ewig nachhängen werde. Ich habe eine gute Freundin – auch eine Seelenverwandte – die mir mal empfohlen hat, dass man manchmal einen Glaubenssprung machen muss. Einfach mal sagen, was man will und dass man liebt. Das habe ich drei Mal gemacht. Einmal bei einer Studienkollegin, bei der das Schicksal und meine Überheblichkeit über Gefühle erhaben zu sein uns im Weg gestanden ist. Dazu später mehr. Dann bei meiner Frau – und ich bin bis heute glücklich, dass das mein Leben bestimmt hat. Das dritte Mal war mein Kokain. Man kann sich vorstellen, dass ich das so kurz nach dem Event als emotionale Apokalypse betrachte. Vier Jahre in einem Menschen investieren, nur um dann gesagt zu bekommen, dass sie alles allein geschafft hat, ihr nie jemand geholfen hat und wir immer nur Kollegen waren. Naja, spilled milk under the bridge.

Kommen wir auf den Menschen aus dem ersten Fall zurück. Wir haben zusammen studiert. Damals. Wir haben uns in einem Blockseminar kennen gelernt, in dem wir fünf Teilnehmer waren. Drei Mädls, zwei Jungs und einer war ein TaiChi-Wunderling, der keine Konkurrenz war. Da ich noch nie wirklich auf blond stand – obgleich sie einen tollen Arsch hatte – war ich von IHR fasziniert – und das hat sich auch nie geändert. Kennen Sie das, wenn ein Mensch ein Lachen hat, dass so ansteckend ist, dass man eigentlich nichts mehr zu trinken braucht, um im Delirium zu sein. Naja, es war jedenfalls ein langes tasten. Ich habe sie immer als way out of my league betrachtet. Ich war happy nur in ihrer Nähe zu sein. Ich habe mir eingeredet, dass ich sie ohnehin nur ins Bett will. Fakt ist, dass sie mir für Sex immer zu Schade war. Ihr Körper war ein Tempel. Ich habe gebetet und ich wollte sie immer anbeten. Wie Shakespear sagte: Let lips do what hands do – they pray. Wenn ich damals gesehen hätte, was sie zu geben bereit war und den Mut gehabt hätte, zu meinem Begehren zu stehen – die Welt wäre eine andere. Ich gehe davon aus, dass ein Zeitreisender die Umstände so gestaltet hat, dass es nicht dazu kam – unser Kind wäre sicher ein neuer HItler gewesen und so haben wir der Welt Tyrannei und Verderben erspart. Auf Kosten unseres Leidens.

Wie dem auch sei – wer hört, wie Schmetterlinge lachen, der weiß, wie Wolken schmecken. Ich hatte meinen Schmetterling und ich schmecke noch heute die Wolken über Berlin. Was wir hatten war ein ewiger Moment. Ich wollte nie zum Augenblicke sagen, verweile doch, du bist so schön. Ich wollte mehr und intensivere Momente mit Dir. Ich wollte das, was wir hatten festhalten. Wir waren Studienkollegen zuerst. Wir hatten wenig gemeinsam und eigentlich haben wir das heute noch – mit Ausnahme, dass wir unsere Gesellschaft genossen haben. Wenn ich etwas über Quantentheorie lese, dann denke ich immer, dass man die Verschränkung von Quanten sehr einfach beobachten kann: Wir. Keiner kann es erklären, aber beobachten geht. Wir sind Pegasus – und Du warst mein Flügel. Wie alle Menschen teilen wir den Boden, den wir berühren, aber nur wir spüren, wo der andere steht.

Es ist kein Methadon – es ist etwas ganz einfaches. Es ist Freundschaft. Tiefe und innige Freundschaft. Was wir hatten und auch haben ist das Verständnis, dass der andere Mensch etwas ist, dass wesentlich für das Selbst ist. Als Geschichte, als Wesen und als Zukunft. Es ist auf eine ganz eigene Art Liebe. Es ist das Wasser in einem Meer von Orangensaft.