JAM | Wo gehobelt wird…

Man könnte ja fast annehmen, dass Frau Pinkshot und ich da was am Laufen haben. Irgendwie haben wir beide auch sicher was am Laufen..und einen am Laufen haben wir auch. Das ist quasi ein Kompliment, weil mit normalen Menschen mag ich mich eher so nicht abgeben. Ich habe Angst, dass Normalität ansteckend ist.

Wir sprachen neulich, also letztens, über Cumshots. Nein, wir sprachen über Spielzeug. Spielzeug, dass für Frauen designed, für Jungs bedrohlich und für Männer interessant ist. Für Männer daher, weil man mit genug Selbstbewusstsein durchaus den Reiz erkennen kann – wie mit einem Taktstock eine Frau in Schwingung zu versetzen. Das Orchester ihrer Sinne in Harmonie zu bringen. Naja, können Sie ja nachlesen.

Was mich jetzt wieder darauf zurückbringt ist, neben dem Text, der dazu verfasst wurde, eine Erfahrung. Eine Erfahrung, die nicht ganz ohne ist. Wissen Sie – ein Junge, der gern eine Frau haben würde, die viel Sex will, ist genau so lange zufrieden, bis er eine Frau bekommt, die viel Sex will. Was er eigentlich will, ist eine Frau, die wie ein Spielzeug ist – immer dann an, wenn er will. Mithin also nicht genau dann, wenn der bevorzugte Sport oder der beste Buddy gerade verfügbar ist. Dann muss sie ins Nebenzimmer und nicht stören. Ein Mann will in der Regel etwas anderes – aber manchmal bekommt er eben auch jemanden, mit dem es so weit geht, dass selbst Cumshots – und wir reden ja hier davon, dass es der Bugatti Veyron unter dem Höhepunkten ist – nicht mehr gehen.

Man stelle sich vor, man hat ein Date. Mit jemanden, dem man lange nicht mehr gesehen hat. Man denkt sich: Das wird intensiv. Mit intensiv meine ich: Es wird wohl nicht mit der 5-Minuten-Terrine getan sein. Also mal Stamina sammeln – straight edge leben. Keine Aktivitäten, keine Süßigkeiten. Man reizt sich an. Das Event wird gehyped. Dann ist man dabei – alles läuft wunderbar, aber selbst mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln – Finger, Hände, Mund, Zunge und Penis 1.0 wird man nicht alles erreichen. Sicher – da sind ein paar schöne Orgasmen drin für sie. Ich kann jedenfalls sagen – in einer solchen Situation eine kleine Hilfe zu haben…zu meinem Leidwesen, ich habe es mir gewünscht. Irgendwann ist man so überreizt, empfindlich und irgendwie…ist es nur noch Mechanik. Das bedeutet nicht, dass es nicht schön ist. Nur eben nicht mehr…orgasmusfähig. Wenn selbst meisterhaftes Fellatio nicht mehr den gewünschten Erfolg bringt oder mein „Komm auf meinem Gesicht.“ nicht mehr stattfindet, weil es einfach nur noch…sensory overload ist – dann ist eben auch mal gut. Jetzt könnte man einfach einen Dritten dazu holen, um sich abzuwechseln. Das würde aber nicht das Problem lösen, denn Frau will ja auch nicht nur Kopulation, sondern auch Emotion. Irre, aber soll so sein. In dem Fall wäre so ein Toy für zwischendurch sehr nützlich. Dann könnte man das Bedürfnislevel gleichmäßig absenken und am Ende noch … der Bugatti. Sie wissen schon. Für die mentale Kamera.

Ich jedenfalls kann sagen, dass ich gelernt habe: Gedanken weg vom hypen. Im Kopf will man mehr, als die Nervenenden zulassen. Egal ob man kommt oder nicht – eine Frau, die ihren Mund anbietet kann nichts ersetzen. Nichts. Eine Frau braucht mehr als das Gerät – es braucht auch jemanden, der es bedient. Ob im Kopf oder im echten Leben ist egal. Der beste Satisfyer ist das Kino im Hirn. Es gibt mehr als eine Frau, die Cumshots mag…

…eine kleine Lehre – und meine Texte sind Lektionen, machen Sie sich da nichts vor – aus dem Wochenende: Nichts, war das jetzt nicht.

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