Persönlichkeitsführung

Immer wieder einmal begebe ich mich in die Situation zu meinem alten Arbeitgeber zurückzukehren und zu schauen, was sich getan hat.

Man könnte meinen, dass sich bei einer so flexiblen Weltlage entweder eine rasante Entwicklung aufzeigt oder aber, dass der Staatsapparat einfach weitermacht, was er schon immer getan hat, weil er es schon immer getan hat und weil das Handwerk ja quasi seit 5000 Jahren kaum neue Zielsetzungen bekommen hat - das Produkt ist auch immer gleich, was sonst eigentlich nur die Diplomatie und das andere Gewerbe mit schlechtem Ruf von sich behaupten kann.

Dieses Mal sind mir zwei Dinge aufgefallen. Nebensächlicher war dabei, dass die Angestellten und Beamten sich endlich des Materials erfreuen konnten, was sie verdient haben. Naja, mach einer hätte auch weiterhin Opel Kadett Kombi Sonderausführung Donauwellen fahren können, wenn es danach geht, aber sei es drum.

Wichtiger war das Erleben der Personal….sagen wir mal -verwaltung im von mir erlebten Bereich. Ich bin mir recht sicher, dass sich diese Erfahrung in Generalisierung übertragen lässt, aber ich bleibe mal lieber beim erlebten.

Stellen wir uns zum Beispiel mal eine Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung vor, die darin besteht, dass jeder sich nun Direktor nennen darf - wobei er die gleiche Arbeit wie immer bei marginaler Gehaltsaufstockung verrichtet. Wo ist die Attraktivität? Ich meine, wenn wir alle Häuptlinge sind und doch als Indianer behandelt werden, dann ist das nicht wirklich förderlich. Finde ich mal. Dann stellen wir uns mal Führungspersonal vor, dass so wenig in der Position ist zu führen, dass weder die Angestellten und Beamten so genau wissen, wer der Chef ist, noch die Chefs wissen, wer von den Menschen, die den ganzen Tag so an ihm vorbei ziehen, eigentlich seiner Klientel zugehören. Sicher sind Lehrgänge wichtig. Sicher gibt es viele Vorhaben, die auch ihre Berechtigung haben. Aber wenn es darum geht, einen Menschen zu führen - ihn auszubilden, zu prägen und auch zu beurteilen - dann ist die Nähe zum Menschen wichtig. Dann ist Präsenz wichtig. Nicht zuletzt ist auch Erfahrung wichtig und dazu muss man die Chefs eben auch führen lassen und Erfahrungen - gegebenenfalls auch Fehler - machen lassen.

Als Fazit konnte ich aus meiner kleinen Stippvisite mitnehmen, dass die Menschen auch in einer Armee Menschen mit Persönlichkeit sind, immernoch ein Anrecht auf Führung und fairen Umgang haben. Ferner, dass die Chefs und Unterchefs engagiert und kompetent sind - aber das die Fürsorge des Dienstherrn manchmal merkwürdige Ausprägungen annimmt.

der_mike

Gute Dinge

Im Hinblick auf so manche Dinge, die ein überwältigender Teil der wahlberechtigten Bevölkerung weltweit als fortschrittlich, positiv, bewahrenswert oder einfach als gut bezeichnen würde, frage ich mich, ob es nicht öfter angebracht wäre, sie zu hinterfragen.

Nehmen wir zum Beispiel das Völkerrecht. Der Begriff ist schon fraglich, denn eigentlich ist es ein Staatsrecht. Es soll - so der Anspruch - das Prinzip der Stärke durch das Prinzip des Rechts ersetzen. Nun ist es aber fraglich, wo die Instanz ist, die das Recht im Falle von Verstoss gegen ebenjenes durchsetzen soll. Die UNO - ich habe noch keine UN-Polizei oder Truppen gesehen, die nicht national gebunden sind. Ich habe noch kein Gesetzkodex gesehen, der tatsächlich im Sinne eines Gesellschaftsvertrages als Grundlage einer Rechtsgemeinschaft gelten kann. Ein Recht, welches den Verkehr zwischen Staaten regelt, wie es das Grundgesetz zum Beispiel für die Bundesländer tut, ist einfach nicht existent.

Zurück zur Ausgangsfrage - was würde ein solches Staatenrecht eigentlich als positiv kategorisieren? Sicher würde ein idealisierter Kodex eine positive Sache sein. Begriffe wie Weltgesellschaft, Weltregierung oder auch Weltgerichtshof - also ein wirklicher - sollten assoziiert werden. Aber das ist es nicht, was wir haben. Wir haben einen Katalog von Richtlinien. Wir haben ein riesige Institution, die als moralische Instanz wirken kann. Wir haben vor allem Bestimmungen in Form einer Charta, die von westlich orientierten Staaten mit einem umfangreichen Machtpotential gegenüber den in dieser Hinsicht unterlegenen Staaten durchsetzt - oft oder besser häufig, sich über diesen Bestimmungen wähnend.

Ich denke nicht, dass unser Völkerrecht eine positive Errungenschaft ist - nicht im gegenwärtigen Zustand. Davon ausgehend frage ich mich, was noch alles so als gegeben gut abgestempelt wird aber im Grunde ein schrecklicher Missgriff ist.

Nationalsratspräsidenten

Österreichs Nationalrat hat einen neuen Präsidenten - einen dritten sogar. Der wurde gewählt und einige Abgeordnete fanden es auch lustig eine semi-geheime Wahl zu veranstalten. Schon lustig sowas - aber wie sagt man so schön zu österreichischer Politik: Es geht ja um nix.

Trotzdem ist es befremdlich, wenn ein Drittel der Österreicher blau und orange wählen und dann einige … nennen wir sie Intellektuelle und Künstler meinen, ihre Stimme sei wertvoller und man müsse diesen Leuten ihr Recht auf eine freie Wahl aberkennen. Eventuell sind diese Zeloten der Demokratie viel mehr Aristokraten in ihrem Denken. Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenen - dieser Satz aus dem linken Spektrum kommt jetzt mal auf sie zurück.

Herzlichen Grlückwunsch Herr Graf.

Total


Immer häufiger frage ich mich, ob die Politik sich schon mal Gedanken darum gemacht hat, wie Politik so im Allgemeinen funktioniert - also abgesehen von der Wiederwahlproblematik.

Es ist nun so, dass sich eine Mehrheit des Bundestages schon für die Aufstockung des Bundeswehrmandates am Hindukusch einsetzt - wenn auch erst im Herbst - aber kaum jemand macht sich Gedanken darum, was denn bitte tausend Soldaten mehr bedeutet, was man mit tausend Soldaten mehr machen kann und vor allem, was es die Soldaten kostet. Was es den Staat kostet, davon soll man wohl lieber gleich schweigen.

Es stimmt mich nachdenklich, wenn eine Politikerin der Grünen - ja, der Grünen - auf die Idee kommt, dass ein Mehr an Soldaten ja nur einem Pflaster auf die geschlagenen Wunden gleicht kommt, aber an der grundsätzlichen Situation, zu deren Besserung der Bundestag die Truppe einmal entsandt hatte, nichts ändert. Es braucht eine neue Strategie. Strategie, fragt sich nun der Laie und der Fachmann wundert sich, ist doch aber in dem Fall ein politisches Konzept und die Truppe ist quasi nur der Arbeitsmuskel. Im Falle von Afghanistan war das mal “Hingehen - Stabilisieren - Reduzieren - Sicherheit hinterlassen”. Diese Strategie - von den Grünen übrigens mit gesteuert - ging dann wohl nicht so ganz auf. Die Frage ist nun - was tun?

Wenn ich mir die Erfahrungen meiner Kameraden zu Nutze mache - und diese haben doch schon einen Einblick in gehobene Kommandobereiche - dann steht die Truppe etwas ratlos da, wenn es um die Strategie geht. Da strampeln sich die Soldaten im Einsatzland ab, um auf der taktischen Ebene alles zu tun, was das Vertrauen der Bevölkerung gewinnt und langfristig Sicherheit - und damit auch die Sicherheit die eigenen Soldaten wieder lebend nach Hause zu bringen - aufbaut. Man arbeitet dort an den Symptomen der Probleme. Was fehlt ist in der Tat eine Strategie - aber die fehlt nicht erst seit gestern und diese lässt sich auch nicht mit 10.000 zusätzlichen Soldaten oder einer “Aufbauoffensive” gewinnen. Die Politik muss sich im Klaren sein, dass wenn sie Soldaten einsetzt, dann muss sie das Ziel liefern, wo es hingehen soll und einen politischen Roten Faden, an dem sich die Taktik zu orientieren hat. Sonst klebt sie nur immer neue Pflaster auf die Wunde eines Hämophilen.

Luftunsicherheitsgesetz

Es hat sich bewährt, dass Politiker, die sich unsicher sind, ob eine zu treffende Maßnahme auf des Volkes Liebe stösst, Leute um Rat bitte, die von Politik eine Ahnung haben. In der Regel sind das die Leute, deren Ausbildung die Politik gern einsparen würde, da sie sich nicht einfach in einen - finanziellen - Gewinn umrechnen lässt.

Die Politik richtet also an all die Philosophen, Soziologen und Kulturwissenschaftler die nicht in elfenbeinfarbenen Autos Ingenieure herumkutschieren oder in gestreiften Outfits Myokardinfarkte durch die von ihnen angepriesene Nahrung produzieren  also eine Frage, in der Hoffnung, dass diese ihnen dann sagen, was zu tun ist. Dieses Verfahren hat zwei große Vorteile für die Politik: Erstens ist sie für das, was dann kommt, nicht verantwortlich - man hat ja immerhin einen Fachmann gefragt und zweitens kann man dann schön mit den Phrasen, die einem mit dem Gutachten beigebracht werden, in Interviews glänzen. Für die Geisteswissenschaftler gibt es auch einen Gewinn - Geld.

Nun hat das Ganze eine Tücke. Geisteswissenschaftler im Allgemeinen und Philosophen im Besonderen haben so die Angewohnheit nie zu sagen “Tue dies!”, sondern eher “Lass die Finger von dem.” Damit ist dem Politiker nicht wirklich geholfen. Richtig schlimm wird es aber, wenn man so einem Ratgeber richtig Raum zum entfalten gibt.

Im Falle des Luftsicherheitsgesetzes habe ich wirklich abenteuerliche Meinungen von gut bezahlten Professoren gehört. Da ist sich einer nicht zu weltfremd zu postulieren, dass man den Abschuss eines Flugzeuges, besetzt mit wenigen Unschuldigen, die instrumentalisiert werden als Waffe gegen ein Stadion mit vielen Unschuldigen zu wirken, auf keinen Fall erlauben darf, aber dass man erwarten muss, dass sich entweder ein Politiker findet, der die Schuld des Abschusses auf sich nimmt oder dass der Pilot der Bundesluftwaffe das mal eben auf seine Kappe zu nehmen hat. Was er da sagt ist: Abschiessen ja, aber auf jeden Fall dann jemanden bestrafen. Genauso hilfteich wie ein anderer Professor, der gern moralisch den Abschuss erlauben mag, aber gesetzlich muss es verboten werden, weil man dann ja dem unschuldigen Passagier des Flugzeuges das Notwehrrecht nehmen würde.  Grotesk ist es dann, wenn dann als Beispiel die Sturmflutkatastrophe in Hamburg annodazumal angeführt wird, in der sich der Innensenator ja schuldig gemacht hat, weil er seine Kompetenzen überschritten hat, aber im Sinne des Ganzen doch richtig gehandelt habe.

Solche Empfehlungen helfen nicht nur der Politik nicht, sie helfen auch den Geisteswissenschaften nicht. Wenn mich jemand fragt, dann gebe ich doch eine Antwort, für die ich meine Gründe habe und nicht ein “sowohl als auch, aber eben auch dieses und jenes”. Im Falle der Empfehlungen und Aussagen zum Luftsicherheitsgesetz und der Problematik dahinter mag das schwer fallen und eventuell macht man sich auch nicht bei jedem beliebt, aber das ist auch nicht der Sinn der Politik. Eine klare Aussage nach einer klaren Empfehlung ist doch viel hilfreicher, als eine schwammige Aussage, aus der ein Wähler nichts lesen kann und sich auch nicht orientieren kann…

…wobei man auch bedenken muss, dass es Sinn und Zweck sein kann, den Wähler nicht zu verwirren. Am Ende würde er noch mündig werden und sich eine Meinung bilden.

Verantwortung

Kaum zu glauben, aber dieses Wort soll in der Aufgabenbeschreibung eines Politikers - also eines Menschen, der für das Wohlergehen der Staatsbürger berufen wird - tatsächlich vorhanden sein.

Der deutsche Staat hat sich vor einiger Zeit mal überlegen lassen, dass es total schlau wäre, anstatt der “Wie immer”-Masche mal etwas neues zu probieren mit seinen Mittel zur Durchsetzung staatlicher Interessen. Die Armee sollte nicht unpolitisch sein und auch nicht politisch. Sie sollte Soldaten haben, die Zivilisten sind - im Hinblick auf ihr Selbstverständnis. Auf diese Idee kam aber nicht etwa ein total demokratischer Befreier oder gar ein junger Progressiver. Auf diese Idee kam ein Wehrmachtsgeneral, der ja, so man den Liebhabern der Farbe Rot glauben darf, per se ein Verbrecher ist und eigentlich als ehemaliger Diener der Hölle auf Erden auch gar keine menschenfreundliche Idee haben kann.

Der General nun kam auf die Idee, die Soldaten durch das Konzept der Inneren Führung leiten zu lassen und sie als “Staatsbürger in Uniform” Bestandteil der Gesellschaft zu integrieren. Ein hehres Ziel, welches unsere amerikanischen Besatzer, dann Freunde, dann Verbündeten, dann gemeinsam Einstehenden, dann entfernt Bekannte nie so ganz durchschauten, da es sich wie der schöne Begriff “Fahrvergnügen” nicht in das perzeptive Universum zwischen Frittenbude und Weltherrschaft einordnen lies.

Dieses Konzept - mittlerweile kaum noch beachtet aber immer wieder gefeiert - forderte vom Soldaten nun ein aktives Einstellen für die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung. Im Gegenzug übernahm der Staat eine Verantwortungs- und Fürsorgepflicht für seine Soldaten.

Damit wären wir dann auch beim entscheidenden Punkt - der Staat und sein Arbeitsmuskel haben eine Verantwortung gegenüber den Soldaten, die dafür den Staat und seine Interessen verteidigen oder auch für die Sicherheitsinteressen des Staates am Hindukusch eintreten. Nun tritt der interessante Fall ein, dass sich die regierenden Organe zwar in etwa einig sind, dass mehr Soldaten nötig sind, um uns in Afghanistan zu verteidigen, aber das Volk - das ja irgendwie auch etwas mit dem Staat zu tun haben soll - das aus irgendeinem Grunde nicht versteht. Das Mehr an Soldaten darf nicht besprochen werden, bis eine Wahl vorbei ist und das Volk - diese lästige Faktor - für vier Jahre aus dem Geschäft raus ist. Sollte es auf Grund dieser Verzögerung zu Opfern kommen, so ist das Volk ja auch irgendwie Schuld. Die - Achtung! - Verantwortung dafür hat dann nicht der Politiker. Wo käme man auch hin, wenn der Politiker, der zwar das Primat und das Gehalt erhält, auch noch die Folgen seines Handelns tragen müsste.

Ich frage mich, wann die Politik endlich den Schritt wagt und sich offen dazu bekennt, dass es das Volk für unmündig hält und auf die vierjährige Farce auch noch zu verzichten ist. Solange aber die Soldaten, die im Auftrag der Politik und damit des Volkes, handeln, nicht nach den Notwendigkeiten unterstützt werden, weil es entweder das Volk nicht versteht oder die Politik nicht in der Lage ist, das Placet des Volkes dafür zu gewinnen - da muss man sich ja auch fragen, ob die Politik hier Volkes Wille ist - kommt mir ein Buchtitel in den Sinn, den der General Schultze-Rhonhof in den Sinn: Wozu noch tapfer sein?

Argumente

Der Umgang mit anderen Menschen bringt häufig mit sich, dass man anderer Meinung ist. Es soll sogar vorkommen, dass man eine andere Meinung vertritt, als die Frau, die man liebt - in aller Regel nur so lange, bis sie einen auf die Folgen dieses Ketzertums hinweist und man doch die Nacht auf dem Balkon verbringen könnte, damit die Gedanken geläutert werden.

Trotzdem sollte man sich vergegenwärtigen, dass eine Ansicht, so sie denn gelten soll, auch bestimmten Regeln folgen muss. “…weil du sonst auf dem Balkon schläfst!” ist keine zulässige Form der Begründung einer Behauptung. Beginnen wir mal mit dem, was die Ansicht darstellt - grundlegend einen Satz mit einem Wahrheitswert. Der kann wahr oder falsch sein - oder auch mal unentscheidbar. Im Falle einer Frau kann er wahr oder “du gehst nie auf mich ein” sein.

Ein Satz mit einem Wahrheitswert sollte nun, wenn er auch andere genügend ansprechen soll, ihn zu glauben, einige Gründe vorweisen. “Ich fühle, dass er wahr ist.” ist kein Grund. Rationale Gründe wiederum haben das Problem, dass sie ihrerseits begründet sein müssen - solange, bis man auf Gründe stösst, die von beiden Seiten akzeptiert werden. Ich weise darauf hin, dass auch wenn alle Gründe akzeptiert werden und die Ansicht daraus folgt, man als Mann immernoch falsch liegen kann, weil man herzlos ist.

Mein Ratschlag ist also: In einer Diskussion mit Männern immer schön darauf achten, ob das was der andere behauptet auch begründet werden kann. In einer Diskussion mit Frauen….nun, also…..

 

….falls jemand dafür eine brauchbaren Ratschlag findet, wird es die Männerwelt ewig danken.

Kartoffelbauer

Es gibt da ein Unternehmen. Es handelt sich dabei um einen Gemischtwarenmarkt, der das aberwitzige versucht und mit dem Prinzip der sozialen Planwirtschaft arbeitet. So stellt dieses Unternehmen Leute ein, die erstmal ein Kostenfaktor und kein Nutzenfaktor sind. Das Unternehmen fördert die schwächsten Mitarbeiter und die soziale Komponente geht so weit, dass alle Mitarbeiter auch auf einen Teil ihres Lohnes verzichten, um einem sozial schwachen Mitglied zu helfen. Ferner betrachtet es auch den schwächsten Mitarbeiter als mitspracheberechtigt bei der Gestaltung der Zukunft des Unternehmens – gleich, welche Kompetenz er mitbringt,

 

Vor nicht allzu langer Zeit hat sich bei diesem Unternehmen ein Landwirt beworben. Man könnte sich fragen: Ein Landwirt? In einem Gemischtwarenladen? Merkwürdig.

Da das Unternehmen aber sozial war, befand es, dass es trotz der Tatsache, dass es bereits drei Landwirte durchfütterte, den Mann nicht abweisen konnte. Der Landwirt hatte kaum Vermögen und auch eine schwere Vergangenheit und so entschloss man sich, ihn mit dem warmen Mantel des Unternehmens zu umfangen.

 

Von Beginn an nun wurde der Landwirt als ebenbürtiges Mitglied betrachtet. Man förderte ihn und baute darauf, dass er nach all den Hilfen eines Tages dem Unternehmen etwas zurückgeben konnte, damit man sich als Gemeinschaft weiter entwickeln konnte.

 

Vor kurzem gab es den alljährlichen Runden Tisch im Unternehmen, in dem über die Zukunft gesprochen wurde. So wurde überlegt, ob nicht jeder entsprechend seines Anteils am Ergebnis des Unternehmens Stimmanteile am Runden Tisch erhalten sollte. Dies behagte dem Neuling nicht sonderlich – immerhin war er ja noch nicht so weit, produktiv am Unternehmensgewinn mitwirken zu können. Er sei doch erstens viel mehr engagiert, da er noch neu ist und er hätte ja auch die höchsten Steigerungsraten – was auch kein Wunder ist, wenn man bei Null anfängt – und er wäre ja auch nur in dieser Lage, weil das Unternehmen ja durch seine Aktivitäten in der Vergangenheit die Landwirtschaft in die Situation gebracht hat, dass er keine Arbeit dort gefunden hat und damit verpflichtet, ihn besonders zu bedenken und eine Sperrminorität einzurichten. Nur so kann gewährleistet sein, dass er seinen neuen Wohlstand, den er zwar dem Unternehmen verdanke, ihm aber deshalb noch lange nichts schulde, bewahren.

 

Der Runde Tisch gab schließlich auf und gab des lieben Friedens willen den Wünschen des Neulings statt. Das verärgerte zwar alle anderen Mitarbeiter und verdarb das Betriebsklima, aber der Neuling war zufrieden mit sich – wobei er ja auch noch mehr hätte fordern können.

 

Die Lehre ist: No good deed goes unpunished.
 

 

Ach, der Name des Unternehmens ist “EU” und der Name des neuen Mitarbeiters – wenn man ihn so nennen mag – ist “Polen”.

Das Beschäftigen mit der Gedankenwelt Ayn Rands in der jüngsten Vergangenheit brachte mir zwei Ansichten:

Erstens möchte ich in Anlehnung an Alice Schwarzer feststellen

Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.”


Eine Frau, die fordert, dass

“Let no man posture as an advocate of peace if he proposes or supports any social system that initiates the use of force against individual men, in any form.”

 und die gleichzeitig im Rahmen des Ford Hall Forum erklärt, dass


“If we go to war with Russia, I hope the “innocent” are destroyed along with the guilty.”

ist eventuell nicht repräsentativ für die Masse der Frauen, aber im Hinblick auf die Strukturbildungen von Gesellschaften wäre sie sicher eine der führenden und meinungsbildenden Personen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass unter einem Matriarchat sich das Konzept der Ritterlichkeit oder auch das Völkerrecht nicht hätte entwickeln können. Irgendwie habe ich, beim lesen von Ayn Rands Ansichten das Bild von 2000 Jahren bitch-slapping im Kopf und weniger das klassische “Frauen-gegen-Gewalt”-Motiv, welches Aristophanes in seiner Lysistrata gemalt hat.

 

Zweitens frage ich mich, ob Frauen in politischer Hinsicht nicht die besseren Männer sind – zumindest die besseren Männer der Art, wie sie sie als Feindbild immer malen. Besser nicht darüber nachdenken und hoffen, dass das schlimmste was uns passieren kann Angela Merkel bleibt.   

 

 

 

Der Anfang…

….ist ja bekanntlich immer der schwerste Schritt. Irgendwie. Aber so ganz ohne Schreiben geht es doch irgendwie nach 3 Monaten Hardcore-Tippen nicht mehr. Also nimmt man sich einen Blogg und spammt das Internet voll bereichert das Internet mit den Gedanken, die man sonst seinem Friseur mitgeteilt hätte.

Ab morgen also ein Gedanke, wie er vom Amt kommt - schlecht begründet, einer kruden Logik folgend und vor allem: staubtrocken-konservativ.